Störche und Seeadler leben wieder in der Goitzsche – Neue Nisthilfen für Schwarzstörche installiert

Bitterfeld. Die Natur kehrt nach und nach in das ehemalige Braunkohle-Abbaugebiet um Bitterfeld zurück. 2003 brüteten erstmalig Seeadler und Fluss-Seeschwalben in der Goitzsche, wie Naturschützer beobachtet haben. Der Fischadler hatte damit den neu entstandenen Goitzschesee und das BUND-Reservat als neues Nahrungsrevier entdeckt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, hat über seine Stiftung in der Vergangenheit im ehemaligen und sanierten Tagebau „Goitsche“ große Flächen von ca. 1300 Hektar von der LMBV erworben. Auf der Bärenhofinsel (siehe Fotos rechts), einem Bereich mit mehren Aufstockungen von zusammen ca. fünf Hektar Altholzbestand, ist das Revier des ersten Seeadlerpaares. Das Nahrungsangebot im Großen Goitzschesee ist auch noch für weitere Fisch- und Seeadlerpaare ausreichend, so die Einschätzung der lokalen Mitarbeiter des BUND. Bereits 2008 sei das erste Mal ein Fischadlerpärchen aufgetaucht. Auch Schwarzstörche haben inzwischen die Goitzsche als Lebensraum erobert. 2009 sind erste Storchenexemplare in der Goitzschelandschaft gesichtet worden. Daher sollen insgesamt zehn neue künstliche Nisthilfen für diese „Flaggschiffart“ der Natur schrittweise von Mitgliedern des BUND aufgebaut werden, fünf davon sind bereits vorbereitet. In der Regel sind dies Plattformen auf einer Ständerkonstruktion, die an oder in großen Bäumen angebracht werden. Der Name der Naturlandschaft Goitzsche leitet sich wahrscheinlich aus einer germanischen Stammessprache ab und bedeutet so viel wie "Gottes Aue". Mehr Informationen im Internet unter http://www.goitzsche-wildnis.de/.

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