RWE-Tagebau Inden: Innere Arbeitsböschung vor dem Abrutschen frühzeitig geräumt und gesichert

Essen/Köln. Im Tagebau Inden ist am 12. März ein Teil einer Arbeitsböschung innerhalb des Betriebsgeländes abgerutscht, informierte die RWE Power. Medien sprechen von rund 450.000 Kubikmeter veränderter Böschung. Arbeitsböschungen werden bei RWE nur für kurze Zeiträume von zwei bis drei Monaten gebildet, weil sie im Rahmen des Arbeitsfortschritts weggebaggert werden. Arbeitsböschungen unterliegen – wie alle Böschungssysteme im Tagebau – einer intensiven Überwachung. Sie sind allerdings wegen der weiteren Bearbeitung durch Großgeräte steiler angelegt als die Endböschungen, die dauerhaft stehen bleiben und dementsprechend flacher gestaltet werden. Arbeitsböschungen, die sich im Tagebau befinden, sind Teil des Betriebsgeländes und somit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Hintergrund: Der Tagebau nimmt fortwährend Flächen zur Freilegung der Kohle in Anspruch. In diesem Zusammenhang werden laufend Arbeitsböschungen angelegt. Auf der obersten Sohle im Tagebau Inden waren im Herbst vergangenen Jahres besondere archäologische Funde entdeckt worden. Um den Archäologen die Möglichkeit zu geben, diesen Bereich zu untersuchen, wurde die Arbeitsböschung entsprechend angepasst. Als die Überwachungsergebnisse Hinweise auf mögliche Bewegungen gegeben haben, ist durch den Tagebau sofort angeordnet worden, den Bereich zu räumen, zu sperren und zu sichern. Auch Archäologen waren ab diesem Zeitpunkt hier nicht mehr tätig. Es wurde zusätzlich ein Sicherheitswall gebildet. In einem Abstand von zwei Tagen kam es dann zu einem Abrutschen der Arbeitsböschung. Eine Gefährdung von Personen und Geräten bestand daher zu keiner Zeit. Die Bergbehörde wurde umgehend informiert. Nach RWE-Einschätzung gibt es keine Vergleichbarkeit zum Ereignis von Nachterstedt. Quellen: RWE Power und WZ; Fotos: DEBRIV,  Aach. Nachrichten

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