Bärwalder See wird bis zum Herbst abgesenkt - Probestau des Speichers mit Ausleitung fortgesetzt

Dresden. Bis zum September 2010 wird der Bärwalder See planmäßig von seiner jetzigen Stauhöhe um zwei Meter auf dann 123 Meter über Normalnull (NN) abgesenkt. Rechtliche Grundlage für diese Maßnahme bildet ein  Änderungsplan-feststellungsbeschluss der Landesdirektion Dresden vom 12. April 2010. Dieser Beschluss regelt die Möglichkeit der Ausleitung von Wasser aus dem Bärwalder See auch bei einem pH-Wert zwischen 5 und 6. Voraussetzung sind ein bestimmtes Mischungsverhältnis zwischen See- und Flusswasser bei den ausgeleiteten Volumina sowie ein begleitendes Monitoring der Absenkung. Die Ausleitung von Wasser aus dem Speicherbecken markiert den Beginn der zweiten Phase des Probestaus am Speicherbecken Bärwalde. Erstmals wird der Wasserspiegel nach Erreichen der maximalen Stauhöhe planmäßig abgesenkt und damit die Speicherfunktion des künstlichen Sees praktisch erprobt. Zugleich öffnet die Maßnahme ein Zeitfenster für die vom Landesumweltamt Brandenburg vorgesehene Sanierung des Tosbeckens der Talsperre Spremberg. Am Bärwalder See selbst kann der abgesenkte Wasserspiegel genutzt werden, um begonnene Einrichtungen für die künftige touristische Nutzung des Speicherbeckens Bärwalde zu komplettieren. Nach Erreichen der unteren Staulamelle ist beabsichtigt, die Stauhöhe des Bärwalder Sees erneut auf 125 Meter über NN anzuheben. Im Sommer 2008 begann nach Erreichen eines Wasserstandes von 123 Metern über NN im Speicherbecken der Probestau. Die erste Phase umfasste die Flutung bis zu einem maximalen Wasserstand von 125 Metern über NN. Die Gewässergüte - insbesondere der pH-Wert - im Speicherbecken verbesserte sich, der Wasserstand von 125 Metern über NN wurde 2009 erreicht.

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