1.232 Quadratmeter für die Zukunft der Kohle in Bottrop - IGBCE fordert Sockelbergbau über 2018 hinaus

Bottrop. “Unsere Kohle hat Zukunft.“ So steht es in 10 Meter hohen Buchstaben auf einem 56 mal 22 Meter großen Transparent, das in 90 Meter Höhe am Gasometer der Bottroper Kokerei Prosper hängt. Mit dieser Aktion unterstreicht der IG BCE-Landesbezirk Westfalen die Forderung der Gewerkschaft nach einem Sockelbergbau über 2018 hinaus. Landesbezirksleiter Kurt Hay: „Wir setzen damit ein unübersehbares Zeichen... Denn einige Parteien haben die Kohle längst abgeschrieben. Das Transparent ist von der Autobahn 42 gut zu sehen. Wir wollen so auch den vielen Besuchern der Kulturhauptstadt 2010 deutlich machen, dass der Bergbau keine museale Veranstaltung und Kulisse für Kulturereignisse ist, sondern noch sehr lebendig.“ Das Transparent soll auch nach der Landtagswahl hängen bleiben. Spätestens 2012 muss der Bundestag entscheiden, ob der für 2018 beschlossene Ausstieg aus dem deutschen Steinkohlenbergbau umgesetzt oder ein Sockelbergbau fortgeführt wird. Das sieht die von der IG BCE durchgesetzte Revisionsklausel des Steinkohlefinanzierungsgesetzes vor. Die IG BCE hält den Ausstieg aus der deutschen Steinkohlenförderung für falsch, weil weltweit die Kohlenachfrage wächst und Deutschland immer abhängiger von Energieimporten wird. Die IG BCE will den Zugang zur Lagerstätte, das Wissen der Bergleute und die Spitzentechnik im Bergbau erhalten und damit Arbeitsplätze sowohl im Bergbau auch als bei den Zulieferern sichern. Quelle: Pressemitteilung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie vom 05.05.2010

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