Inbetriebnahme der Fischaufstiegsanlage am Muldestausee – Wiedereinbürgerung des Lachses

Friedersdorf/Bitterfeld. Nach knapp zweijähriger Bauzeit wurde am 26. Mai 2010 am Auslauf des Muldestausees eine Fischaufstiegsanlage durch Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens und seinen sächsischen Amtskollegen Frank Kupfer in Betrieb genommen. Mit dieser Anlage soll die Fischdurchgängigkeit der Mulde – vor allem für Lachse – gesichert werden. Als Bauherren der Maßnahme fungierten der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt und die LMBV. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 4,9 Millionen Euro, davon kamen 3,65 Millionen Euro vom Bund und vom Land Sachsen-Anhalt im Rahmen der Braunkohlesanierung. Weitere 1,25 Millionen Euro zahlte das Land zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“. Für einen guten Gewässerzustand besteht eine gemeinsame länderübergreifende Verantwortung betonte Frank Kupfer bei der Eröffnung: „Sowohl in Sachsen als auch in Sachsen-Anhalt sind durch Bergbau und Industrialisierung zahlreiche Querbauwerke in der Mulde entstanden, die den Lachs von seinen ursprünglichen Laichplätzen trennten und die wir heute mit hohem Aufwand beseitigen“. Auch Dr. Hermann Onko Aeikens verwies auf die überregionale Bedeutung solcher Baumaßnahmen, die eine Landschaft in der Wasserwirtschaft wieder in einen ökologischen Zustand versetzen: „Die Herstellung der ökologischen Durchgängigkeit über den Muldestausee wird auch wesentlich den ökologischen Verbund der in der Region vorhandenen Gewässer positiv beeinflussen und auch erst umfassend ermöglichen“. Damit erfülle man gleichzeitig die Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie.

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