Messboot im Einsatz: Seegrundlotung auf dem Concordia See bei Nachterstedt hat begonnen

Senftenberg/Nachterstedt. Im Rahmen weiterer Erkundungsmaßnahmen zur Vorbereitung der Sicherungs- und Sanierungskonzeption sowie Ursachenermittlung der Böschungsbewegung in Nachterstedt wurde am 7. Juni begonnen, den Seegrund des Concordia Sees mit einem „Multi Beam-Fächerlot“ zu erfassen. Dazu wurden ein mit zwei Mitarbeitern besetztes Sonarmessboot und ein zur Sicherung notwendiges Beiboot auf der Schadelebener Seite des Concordia Sees zu Wasser gelassen. Fächerlotsysteme ermöglichen eine hochauflösende Erfassung des Gewässergrundes mit einer extrem hohen Datendichte. Dazu werden mehrere Präzisionsgeräte, wie GPS-Systeme, Kurssensoren, Bewegungssensoren und Schallgeschwindigkeitsmesser sowie Softwaresysteme miteinander gekoppelt. Im Ergebnis der Auswertung aller erfassten Daten wird dann ein qualitativ hochwertiges und hochauflösendes 3D-Geländemodell des Seebodens erzeugt. Der Bericht zu den Erkenntnissen der Seegrundlotung wird etwa vier Wochen nach Abschluss der Lotung vorliegen. Die Ergebnisse der Seegrundlotung bilden die Grundlage für die weiteren Erkundungs- und Sanierungsmaßnahmen. In der Folge ist das Niederbringen von Bohrungen auf dem See vorgesehen. Die Seegrundlotung erfolgt auf Grundlage einer vom zuständigen Landesamt für Geologie und Bergwesen erteilten bergrechtlichen Genehmigung. Die Fotos zeigen das Messboot und das Begleitboot vor dem Einsetzen in den See.

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