LMBV siedelt Fischarten vom Bodensee in Sachsen an – Auch Berzdorfer See mit Kleinen Maränen besetzt

Königswartha. Der Referatsleiter Fischerei Gert Füllner vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie verwies kürzlich gegenüber Medienvertretern auf die beiden neuen Fischarten, die Kleine und Große Maräne, die in Tagebaurestseen im Freistaat Sachsen heimisch werden. Die Schwarmfische eigneten sich für den Besatz der bis zu 60 Meter tiefen Tagebaurestseen in der Lausitz und rund um Leipzig sehr gut. Millionen winzige Setzlinge, überwiegend aus Zuchtanlagen vom Bodensee, seien bereits in Versuchsgewässer entlassen worden, sagte der Fischereiexperte. Trotz des schnellen Wachstums habe der Fisch in Sachsen bisher nur geringe wirtschaftliche Bedeutung, bei Gourmets sei er eher noch ein Geheimtipp. Die Vermarktung der Maränen, die über Stellnetze kommerziell oder von Anglern in kleinen Stückzahlen gefangen werden, sei deshalb schwierig. Die wichtigsten Versuchsgewässer in ehemaligen bergbaulich genutzten Hohlformen in Sachsen sind zurzeit der Cospudener See, die Speicherbecken Borna und Mortka sowie der Dreiweiberner See. Stabile Bestände gäbe es seinen Angaben zufolge im Speicherbecken Mortka und im Cospudener See. „Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) setzt derzeit wieder winzige Maränen in den Berzdorfer See“, sagte Füllner weiter. Im Berzdorfer See sind neben 13 weiteren Fischarten auch schon Hechte und Barsche zu finden, die bei der Flutung schon mit den See gekommen sind. Quellen: Lausitzer Rundschau vom 05.06.2010 und Sächsische Zeitung Weißwasser vom 08.06.2010

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