Zusammenfassung der am 15.07. zur Ursachensuche in Nachterstedt präsentierten Aussagen der LMBV

Senftenberg/Nachterstedt. Auf einem von der LMBV einberufenen Pressegespräch am 15.07.2010 in Nachterstedt haben der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dr.-Ing. Mahmut Kuyumcu, und der Leiter des vom Unternehmen beauftragten Gutachterteams, Prof. Dr.-Ing. Rolf Katzenbach von der Technischen Universität Darmstadt, zum Stand und weiteren Ablauf der Untersuchungen der Böschungsbewegung vom 18.07.2009 ausführlich informiert und insbesondere folgende Aussagen getroffen: Die bisherigen Auswertungen lassen lediglich den Schluss zu, dass hier offenbar ein sehr komplexer Ursachenhintergrund vorliegt und mehrere Einflussfaktoren wohl gleichzeitig, jedoch uns in einer noch nicht bekannten Art und Weise zusammengewirkt haben. Die LMBV machte deutlich, dass die Ursachenerforschung auch für die anderen rund 50 großen Bergbaufolgeseen in Verantwortung der LMBV von Bedeutung ist, falls es zu Schlussfolgerungen kommt, die bezüglich der Sicherheit der Böschungen an anderen Standorten zu berücksichtigen wären. Bisher gibt es dafür jedoch keine Hinweise. Dr. Kuyumcu unterstrich, dass die Ursachenermittlung noch nicht abgeschlossen werden konnte, da bisher aus sicherheitstechnischen Gründen ein Zugang zum Schadensgebiet nicht möglich war, aus dem aber die Gutachter der LMBV und des Bergamtes zusätzliche und neue Informationen benötigen. Gegenwärtig werden die Unterlagen für die weitere Erkundung des Rutschungskessels vervollständigt und in der kommenden Woche bei der Bergbehörde eingereicht. Bisher war aus Sicherheitsgründen ein Vordringen zum Rutschungskessel untersagt.

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