Gemeinsames Gedenken an die Verunglückten der Böschungsbewegung von Nachterstedt am 18.07.2010

Senftenberg/Nachterstedt. Im Namen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft begrüßte Dr. Mahmut Kuyumcu die Anwesenden auf der Gedenkveranstaltung der Stadt Seeland anlässlich der Jährung der Böschungsbewegung von Nachterstedt. Er dankte der Bürgermeisterin Meyer für die Möglichkeit, anlässlich der Gedenkveranstaltung für die LMBV zu den Gästen sprechen zu können: im Gedenken an Ilka und Peter Kollert sowie an Thomas Holzapfel-Saalfeld, die im Zuge der Böschungsbewegung am Tagebau Nachterstedt ihr Leben verloren haben. Sein tiefes Mitgefühl galt den Familienmitgliedern für den großen Verlust und Schmerz, den Sie seit einem Jahr erlitten hatten; ebenso den Verwandten und Freunden. Er wünschte allen weiterhin Kraft und Geduld, vor allem Kraft und Geduld auch für die Zuversicht in die Zukunft. Sein tiefes Mitgefühl sprach  Dr. Kuyumcu ebenso den betroffenen Anwohnern aus, die vor einem Jahr ihre Häuser und Wohnungen in den frühen Morgenstunden verlassen mussten und die seitdem ihr Zuhause aufgeben mussten. Er zollte allen Betroffenen seine Anerkennung für die persönliche Gefasstheit und seinen Dank für den persönlichen Einsatz, gemeinsam mit der LMBV die ungewöhnliche Herausforderung bewältigt und daran mitgewirkt zu haben, dass für den vielfältigen materiellen und ideellen Verlust, den die Betroffenen haben hinnehmen müssen, zumindest materiell ein vertretbarer adäquater Ersatz ermöglicht werden konnte. Wenn die LMBV auch bis heute noch nicht die Unglücksursache und damit die Verantwortlichkeit kennt, so unterstrich Kuyumcu als Vertreter des hier schon seit langem tätigen Bergbauunternehmens, „eines Unternehmens, das sich mit der Region verbunden fühlt, froh, dass wir die Frage der Verantwortlichkeit zunächst zurückgestellt haben und dass es uns zusammen mit Ihnen, den Betroffenen gemeinsam gelungen ist, in einer vertretbaren kurzen Zeitspanne die Grundlagen dafür zu schaffen, damit Sie, die Betroffenen, teilweise schon letztes Jahr damit beginnen konnten, den Blick nach vorne zu richten und Pläne für ein neues Zuhause und für eine neue Zukunft aufzubauen.“

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