Schnellere Flutung des Zwenkauer Sees durch Einleitung von Wasser aus der Weißen Elster

Leipzig. Der Zwenkauer See im Süden von Leipzig wird künftig zusätzlich mit Wasser aus der Weißen Elster geflutet. Ein entsprechender Antrag der LMBV war am 2. August 2010 durch die Landesdirektion Leipzig positiv beschieden worden. Ursprünglich war dafür das Wasser aus den Tagebauten Profen und Schleenhain der Mitteldeutschen Braunkohlegesellschaft (MIBRAG) vorgesehen. Schleenhainer Wasser erwies sich jedoch als ungeeignet für die Flutung. „Das Wasser hat den Ansprüchen nicht genügt, um eine neutrale Wasserqualität zu erreichen. Es hat ein zu hohes Versauerungspotential“, sagte Bernd Stephan Tienz, Planungsleiter für Mitteldeutschland bei der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) der Leipziger Volkszeitung. Auch aus Hochwasserentlastungsgründen wird künftig Wasser aus der Weißen Elster eingeleitet. Die LMBV hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, der Anfang August 2010 von der Landesdirektion Leipzig bewilligt wurde. Bereits seit 2007 wird Wasser aus dem MIBRAG-Tagebau Profen zugeleitet, allerdings konnte allein damit das geplante Flutungsende im Jahr 2013 nicht gehalten werden. Der Endpegel wäre frühestens 2016 erreicht worden. Die ursprüngliche Idee der Wasserzuleitung aus dem aktiven Tagebau Schleenhain wurde wegen des zu hohen Versauerungspotenzials verworfen. Stattdessen wird bald ab einem bestimmten Pegelstand Wasser aus der Weißen Elster in den Zwenkauer See gespeist. Dadurch verbessert sich der bislang sehr saure pH-Wert des Bergbaufolgesees auf einen neutralen Wert. Das Einleitungsbauwerk wird im Mai 2012 im Ort Zitzschen fertig gestellt werden. Danach kann der Zwenkauer See auch als Hochwasserspeicherraum für die Stadt Leipzig genutzt werden. Bei seiner Fertigstellung wird der See eine Fläche von knapp zehn Quadratkilometern haben.

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