Tausende feiern Ende der IBA – Spektakuläre Licht- und Klangskulptur am Sedlitzer Bergbaufolgesee

Senftenberg. Seen- statt Mondlandschaften: Die ehemalige Bergbauregion Lausitz ist nach zehn Jahren Internationaler Bauausstellung und 15 Jahren LMBV-Sanierung kaum noch wieder zu erkennen. Am Samstag wurde das Finale des IBA gefeiert. Mit einer spektakulären Licht- und Klangskulptur ist am Samstag in der Lausitz die Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land zu Ende gegangen. An dem Finale nahmen über 4.000 Menschen und damit deutlich mehr als erwartet teil, wie IBA-Sprecherin Janine Mahler am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa sagte. „Die Stimmung war großartig, die Lausitzer haben tatkräftig bei an der Abschlussveranstaltung mitgewirkt.“ In den vergangenen zehn Jahren war im Rahmen der Bauausstellung an etwa 30 Einzelprojekten gearbeitet worden. Ziel war es, den Struktur- und Landschaftswandel in der ehemaligen Bergbauregion voranzubringen. „Die Lausitz hat Berge versetzt“, betonte Ministerpräsident Matthias Platzeck in einer Video-Botschaft. Das Lebensgefühl einer ganzen Region sei in Bewegung versetzt worden. IBA-Geschäftsführer Rolf Kuhn betonte, dass mit der IBA ein für die Region wichtiger Mentalitäts- und Imagewandel stattgefunden habe. Auf rund 9 Milliarden Euro werden die Investitionen des Bundes und der Braunkohleländer in die Sanierung der Altlasten des DDR-Braunkohlebergbaus seit 1992 beziffert. Davon flossen rund 3,6 Milliarden Euro in die brandenburgische Lausitz. Insgesamt wurden rund 46 Millionen Euro in die Struktur der IBA und in ihre Projekte investiert, rund 14 Millionen Euro davon stammen vom Land Brandenburg, etwa 2 Millionen Euro von den IBA-Gesellschaftern, den vier südlichen Landkreisen der Stadt Cottbus. 30 Millionen Euro kamen aus der Braunkohlesanierung des Landes Brandenburg, Eigenanteilen und privaten Investitionen. Im Rahmen der IBA entstanden überregional ausstrahlende Projekte wie das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld. Seit Eröffnung im Jahr 2002 wurden etwa 840.000 Gäste gezählt. Schwimmende Häuser, schiffbare Kanäle und die Landmarke sind Markenzeichen des künftigen Lausitzer Seenlandes. (Quellen. IBA; LMBV)

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