Störmthaler See: Das Hafenbecken Gruna ist fertig - 2012 können voraussichtlich Segelboote fahren

Leipzig. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) hat am 13.11.2010 das Grunaer Hafenbecken offiziell an die Gemeinde Großpösna übergeben. Zu sehen sind heute bereits die künftige Anlegestelle für Fahrgastschiffe, die notwendigen Dalben zum Befestigen der Schiffe und die Slipanlage, wo die Boote künftig zu Wasser gelassen werden können. Für die Hafenmauer wurde das so genannte System der bewehrten Erde eingesetzt. Diese Mauer ist ein Verbundkörper aus Boden und Geotextilien, die zusammen die Statik sichern. Die Mauer ist insgesamt 170 Meter lang und 4,50 Meter hoch. Dafür wurden 12.500 Steine wurden verbaut, 15.000 Quadratmeter Geotextilien verlegt und 15.000 Tonnen Schottermaterial aufgeschüttet. Die Mole soll später über einen Steg mit dem eigentlichen Hafen verbunden werden, um von dort über die Liegeplätze der Boote und den See schauen zu können. In der Planung sind etwa 120 Liegeplätze, vorrangig für Segelboote. Hinzukommen sollen noch eine Surfstation und rund um den Hafen Ferienhäuser, ein Hotel und Gastronomie.

Noch können sich die Besucher das Hafenbecken trockenen Fußes ansehen. Ende 2011 wird das so nicht mehr möglich sein, denn der Seepegel wird weiter ansteigen. Derzeit liegt der  Wasserstand bei 114,5 Metern, 2011 wird der Endstand von 117 Metern erreicht werden, erklärte LMBV-Projektmanager Mike Reichel von der LMBV interessierten Gästen. Die fertige Hafenmauer wird dann etwa zur Hälfte im Wasser stehen. Erfreulich, sowohl für die Gemeinde als auch für die LMBV als Projektträgerin war die Tatsache, dass alle Baumaßnahmen im geplanten Zeitraum abgeschlossen werden konnten. Seit August wurde am Becken gebaut, fast ohne Unterbrechungen. Lediglich die starken Niederschläge Ende September brachten die Arbeiten kurzzeitig zum Erliegen. Mike Reichel unterstrich: "Die Planer haben sehr gut gearbeitet, nicht nur die Zeiten wurde eingehalten, auch die Kosten."

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