Ursachen des großflächigen Grundbruches Spreetal vom 12. Oktober 2010 sind im Wesentlichen geklärt

Freiberg. „Die Ursachen des großflächigen Grundbruches im Tagebau Spreetal – Bergener See am 12. Oktober 2010 sind im Wesentlichen geklärt, erste Schlussfolgerungen gezogen“, erklärten heute der Vorsitzende der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), Dr. Mahmut Kuyumcu, der anerkannte Sachverständige für Geotechnik, Dr.-Ing. Michael Dennhardt (Berlin) und der Präsident des Sächsischen Oberbergamtes, Prof. Reinhard Schmidt. Nach dem Untersuchungsergebnis ist der großflächige Grundbruch durch einen lokal begrenzten Grundbruch auf Grund von Verflüssigungen im Untergrund im Südosten des Schadensgebietes ausgelöst worden. Zwei Einflussfaktoren haben diesen lokalen Grundbruch maßgeblich verursacht. Zum einen waren durch lang anhaltende Regenfälle die oberen Bodenschichten stark wassergesättigt und dadurch in ihrer Lastaufnahmefähigkeit beeinträchtigt. Zum anderen führten die aktuellen Sanierungsarbeiten der LMBV mit den Bodenverkippungen zu einer zusätzlichen Lasteintragung. Beides zusammen führte dann zu dem lokalen Grundbruch. Dieser lokale Grundbruch reichte aus, die Sackungspotenziale der Innenkippe in einer Kettenreaktion in Bewegung zu setzen und damit das Ausmaß des großflächigen Grundbruches zu bestimmen. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse ist die bisherige Sanierungsstrategie nicht infrage gestellt. Gleichwohl wird eine erneute umfassende Bewertung der Standsicherheit verflüssigungsgefährdeter Innenkippen vorgenommen. In der Folge können ergänzende Sanierungsmaßnahmen erforderlich sein, um eine sichere Bergbaufolgelandschaft mit möglichst geringen Nutzungseinschränkungen zu erreichen. Auch will die LMBV ihr Monitoringsystem Langzeitstandsicherheit von Kippen und Böschungen fortschreiben.

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