Bundeseigene Wismut GmbH wird deutlich länger als bislang gedacht für ihre Sanierungsziele benötigen

Chemnitz. Die bundeseigene Wismut GmbH wird deutlich länger als bislang gedacht für die Sanierung der Hinterlassenschaften des Uranbergbaus in Sachsen und Thüringen benötigen. Die GmbH hat jetzt dem Bund einen Plan bis 2040 vorgelegt, berichtete die in Chemnitz erscheinende Tageszeitung „Freie Presse“. Die Mammutaufgabe werde weder 2015 noch 2020 erledigt sein, so das Blatt. Der Plan werde derzeit von einem Gutachter bewertet, sagte der technische Geschäftsführer der Wismut GmbH, Stefan Mann, der Zeitung. Danach werde sich der Bund als Hauptgesellschafter positionieren. Vor allem die Aufbereitung von kontaminiertem Grubenwasser werde deutlich länger erfolgen müssen als gedacht. Ebenso bleibe die Überwachung der sanierten Bereiche eine Langzeitaufgabe. Ob sich die Wismut dann 2040 endgültig zurückziehen könne, sei offen. Der Wismut stehen dem Bericht zufolge in diesem Jahr 139 Millionen Euro zur Verfügung. Bis Ende 2010 waren von den 6,4 Milliarden Gesamtetat 5,4 Milliarden ausgegeben. Problematisch sei derzeit die Trockenlegung des Uran-Absetzbeckens Helmsdorf bei Zwickau (Siehe nebenstehende Wismut-Fotos von 1991 und 2009). Wegen der extremen Niederschläge im vergangenen Jahr sei die Wasserfläche von knapp zwei auf 16 Hektar gewachsen. Jetzt müsse das Wasser wieder mit enormem Energieaufwand abgepumpt werden und zusätzlich Chemie für die Aufbereitung bereitgestellt werden. Um wie viele Wochen oder Monate das Unternehmen zurückgeworfen wurde, sei angesichts der derzeitigen Wetterlage noch nicht abzuschätzen. Mehr infos unter http://www.wismut.de

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