Informationen zur Abwehr von Gefahren des Grundwasserwiederanstieges in den Revieren

Seftenberg/Leipzig. In in der Lausitz und in Mitteldeutschland kommt es gegenwärtig angesichts des Tauwetters an vielen Stellen zu Vernässungen, auch bei Wohnbebauungen. Die vergangenen Monate waren bereits durch extreme hydrologische Verhältnisse gekennzeichnet, die von außergewöhnlich hohen monatlichen Niederschlagsmengen und einer Überlagerung von einzelnen extremen Regenereignissen und starken Schneefällen mit einer langen Frostperiode geprägt waren. Durch diese extremen Witterungsbedingungen wurden verstärkt Kellervernässungen bei der LMBV angezeigt. Derzeit liegen über 700 Schadensmeldungen im Raum Mitteldeutschland und rund 1.000 Meldungen aus der Lausitz vor. Hinzu kommen hohe Wasserstände der Oberflächengewässer. Die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen führten vielerorts zu hohen Grundwasserneubildungen und zur Entstehung von Schichtenwasser oberhalb der Grundwasserleiter. Die LMBV weist darauf hin, dass es für Fragen im Zusammenhang mit Schichtenwasser, Vernässungen durch überlastete Kanalsysteme, durch Starkniederschläge oder Hochwasser keine Handlungsgrundlage für die LMBV gibt. Nach Beendigung des Bergbaus steigt der Grundwasserspiegel wieder auf das vorbergbauliche Niveau an. Daher besteht hier die Gefahr von Vernässungen und sonstigen Bauwerksschäden an Gebäuden. Für diese Fälle haben sich die Bundesregierung und die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen unter Zurückstellung unterschiedlicher Rechtsstandpunkte und ohne Anerkennung einer Rechtsverpflichtung darauf verständigt, betroffene Hauseigentümer bei der Finanzierung von erforderlichen Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen zu unterstützen. Die LMBV wurde dabei mit der Organisation solcher Hilfsmaßnahmen (Siehe auch www.lmbv.de/Erstkontakt ) beauftragt.

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