Neben Segeljachten dürfen künftig auch Motorboote auf den Bärwalder See im Lausitzer Seenland

Boxberg. Der Bärwalder See im Landkreis Görlitz ist jetzt offiziell für Motorboote zugelassen. Der Seebeauftragte der Gemeinde Boxberg, Roman Krautz, sagte, dass das Landratsamt Görlitz eine entsprechende Genehmigung erteilt habe. Grundlage hierfür ist das Immissionsschutzgesetz des Bundes. Die diesjährige Wassersportsaison, die vom 1. April bis 31. Oktober dauert, ist zunächst als Testphase gedacht. Die Zahl der Motorboote sei jedoch begrenzt worden. Zwischen 8 und 18 Uhr dürften maximal 20 Motorboote und sechs Jetski gleichzeitig auf dem Gewässer fahren, sagte Krautz. Für Segelboote gibt es keine Begrenzung. Allerdings müssen sich auch die Kapitäne von Segelbooten an strikte Regeln auf dem Tagebausee halten, auf dem einige Schutzgebiete für Wassersportler gesperrt sind. In diesem Jahr soll auch erstmals ein Fahrgastschiff von Klitten aus in See stechen. Der Betreiber stamme aus der Region, sagte Krautz. Das geplante Passagierschiff verfüge über zwölf Plätze und soll im Rahmen von Charterfahrten die Anleger von Uhyst und Boxberg ansteuern. Auch der Pilot eines Wasserflugzeugs habe Interesse an der regelmäßigen Nutzung des Gewässers signalisiert. Hierfür fehlten allerdings noch die Genehmigungen. Der Bärwalder See ist mit rund 13 Quadratkilometer das größte Gewässer im Freistaat Sachsen. Vergangenes Jahr haben rund 150.000 Menschen das Gewässer besucht. Das Restloch des früheren Tagebaus Bärwalde wurde zwischen Ende 1997 und 2009 von der LMBV geflutet. Seither wird das Gewässer nach und nach als Erholungs- und Wassersportzentrum ausgebaut.

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