Bürgerinformation zum Grundwasserwiederanstieg im Spremberger Ortsteil Trattendorf mit LMBV-Experten

Senftenberg/Spremberg. Der Einladung des Spremberger Bürgermeisters Dr. Klaus-Dieter Schulze folgten am 25. Januar rund 70 Einwohner des Spremberger Ortsteils. Seitens der LMBV standen der Lausitzer Planungschef Jürgen Kaiser und sein Grundwasserwiederanstiegsfachmann Holger Uibrig Rede und Antwort. Holger Uibrig erläuterte an Hand von Karten, Grafiken und Pegeldaten, dass der bergbaubedingte Grundwasserwiederanstieg in Trattendorf seit mindestens 1992 abgeschlossen ist. Die heutige Situation, die zu zahlreichen Vernässungen von Kellern und Tieflagen in Trattendorf führt, ist dem langanhaltenden hohen Wasserstand der Spree geschuldet. Da sich dieser Spremberger Stadtteil im Grenzbereich der bergbaulich bedingten Grundwasserbeeinflussung befindet wurde eine nochmalige Lupenbetrachtung zugesagt, deren Ergebnisse in diesem Jahr vorliegen sollen. Unabhängig von den Untersuchungen der LMBV wurde ein kurzfristiger Ortstermin der betroffenen Einwohner und der Verantwortlichen der Stadt Spremberg mit dem Wasser- und Bodenverband Neiße-Malxe-Tranitz bezüglich der ehemaligen Grabensysteme vereinbart. Dessen Verbandsingenieur Ulrich Fehling sagte, wo möglich schnelle Hilfe zu, wies aber auch auf die langen Genehmigungszeiten für Grabenneubauten hin. Bürgermeister Schulze kündigte an, die Bürger nach Vorliegen der Ergebnisse der LMBV-Untersuchungen in einer Bürgerversammlung zu informieren. Er mahnte aber auch zu Geduld, „ Heute ist ein Anfang, wir werden Jahre brauche, um das Wasser in den Griff zu bekommen.“ Für betroffene Bürger benannte der Bürgermeister seinen Mitarbeiter Raik Gallas vom Bau-und Planungsamt (03563 340585) als Ansprechpartner. Für Informationen zur Soforthilfe durch die LMBV steht ein Link auf lmbv.de zur Verfügung.

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