166 Tonnen energiereicher Robinienhölzer von Kippenfläche in Brandenburg geerntet

Cottbus. Rund 166 Tonnen energiereiche Robinienhölzer sind jetzt auf ehemaligen Flächen des Tagebaus Welzow-Süd bei Spremberg geerntet worden. Sie sollen zur Energiegewinnung im Biomasseheizkraftwerk Sellessen eingesetzt werden, wie der Energiekonzern Vattenfall am Montag mitteilte. Die schnell wachsenden Bäume waren 2006, ein Jahr nach dem offiziellen Projektstart, auf der 170 Hektar großen Fläche des Energiewaldes Welzow-Süd mit Unterstützung der LMBV angepflanzt worden. Im Heizkraftwerk Sellessen wird das Brennverhalten des frisch geernteten Holzschredders untersucht, wie es weiter heißt. Die Anlage wird sonst ausschließlich mit Restholz aus den Vorfeldern der Lausitzer Braunkohlentagebaue versorgt. Sie liefert den Angaben zufolge 2,57 Megawatt Strom ins Netz und bis zu 3,5 Megawatt Wärme für den neuen Spremberger Stadtteil Haidemühl. Die Nachfrage nach Holz als Energierohstoff steige stetig, sagte Gerald Kendzia, Leiter Rekultivierung bei Vattenfall. Dafür sollen auch Rekultivierungsflächen der Tagebaue genutzt werden. Mit dem Großversuch sollen bisherige Erkenntnisse in der Praxis überprüft und erweitert werden. Dabei geht es um Aspekte wie Baumartenwahl, Wachstum, Erntetechnik und Wirtschaftlichkeit. Partner des Projekts sind die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus, die Landwirte GmbH Terpe-Proschim sowie die Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV).

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