Gefahrenabwehr: Damm am Silbersee wird von LMBV bis 2012 mit Rüttelstopfverdichtung gesichert

Senftenberg/Lohsa. Anfang April beginnen die Sicherungsarbeiten der LMBV zur Gefahrenabwehr vor dem aufsteigenden Grundwasser am Bahndamm zum Silbersee bei Lohsa. Die Deutsche Bahn AG will künftig auch die Bahnstrecke Knappenrode-Horka, die sogenannte Niederschlesische Magistrale, auf diesem Damm zweigleisig ausbauen und elektrifizieren. Doch bevor dies geschieht, muss die LMBV den Bahndamm am Ostrand des Silbersees im Auftrag des Freistaates Sachsen mit Rüttelstopfverdichtung sanieren. Es ist der erste Abschnitt von mehreren Sanierungsbereichen, mit denen der gesamte Silbersee, ehemals Tagebau Werminghoff, später Lohsa I, in den nächsten Jahren bergtechnisch saniert werden soll. Zur Anwendung kommt das sogenannte Rüttelstopfverfahren (RSV). In einem Raster von drei mal drei Metern werden insgesamt ca. 12.000 Löcher gebohrt, in die anschließend rund 300.000 Tonnen Material gestopft und gerüttelt werden. Dabei wird auch das angrenzende Erdreich mit verdichtet. So entstehen bis zu 37 Meter tief reichende Schottersäulen, die den geschütteten Damm quasi mit dem gewachsenen Boden in dieser Tiefe verzahnen. Während der Arbeiten kommen drei Rüttelstopfmaschinen versetzt zum Einsatz. Auf einem relativ kleinen Abschnitt der Innenkippe wird auch mit Fallgewichten verdichtet. Dieser Tage wurde damit begonnen, für die RSV die Arbeitsfläche vorzubereiten (Siehe Foto rechts oben). Der rund zwei Kilometer lange und bis zu sechzig Meter breiter Streifen zwischen dem Lohsaer Motodrom im Norden und der Kreisstraße 9219 im Süden wurde bereits oberirdisch komplett abgeräumt. Jetzt  beginnen die von der LMBV beauftragten Firmen, darunter die Fa. Keller Grundbau, mit ihren Arbeiten, die im Sommer 2012 beendet sein sollen, wie der zuständige Projektmanager Jürgen Nagel zusammen mit Ingolf Stern auf eine Presseanfrage hin vor Ort bei Lohsa am 09.03.2011informierte.

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