Fortschritte trotz Grundbrüchen und Vernässungen: 216 Mio. Euro für Braunkohlesanierung in 2010

Senftenberg. Die Braunkohlesanierung in Ostdeutschland ist ein Gemeinschaftswerk, das die Wiedernutzbarmachung ehemaliger Bergbauflächen zum Ziel hat. Dafür stellten der Bund und die Bundesländer Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen 2010 ausreichende finanzielle zur Verfügung. Das Jahresbudget versetzte die LMBV in die Lage, bewährte Sanierungsverfahren zur Entwicklung ökologisch nachhaltiger und wirtschaftlich attraktiver Landschaftsprojekte fortzusetzen. Die Ergebnisse der kontinuierlichen Sanierung sind an den vielen stillgelegten und teilweise bereits gefluteten Tagebauen um Leipzig, Bitterfeld und in der Lausitz sichtbar: Die neuen Seenlandschaften werden von Einheimischen und Touristen gleichermaßen gut angenommen. Auch die Flutungen der Bergbaufolgeseen in beiden Revieren kamen 2010 mit rund 165 Mio. Kubikmeter Flutungswasser ein weiteres Stück voran. Zum 31. Dezember 2010 konnten mit rund 107 Mio. Kubikmeter Wasser in der Lausitz und 58 Mio. Kubikmeter Wasser in Mitteldeutschland die Flutungsziele erreicht werden. Allein im Jahr 2010 wurden fast 216 Mio. Euro für die Braunkohlesanierung bereitgestellt, davon entfielen auf Brandenburg rund 99 Mio. Euro, auf Sachsen ca. 89 Mio. Euro, auf Sachsen-Anhalt rund 25 Mio. Euro und auf Thüringen rund 2,7 Mio. Euro. Rund 144 Mio. Euro wurden 2010 für die Grundsanierung im Rahmen der bergrechtlichen Verpflichtungen der LMBV  ausgegeben. Für die Gefahrenabwehr im Zusammenhang mit dem Wiederanstieg des Grundwassers wurden 2010 rund 44 Mio. Euro eingesetzt. Dies betraf z. B. Lösungsvarianten zur Bewältigung des Grundwasserwiederanstiegs um Zerre und Delitzsch sowie am Knappensee (Sachsen), bei Zschornewitz und Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) ebenso wie bei Lauchhammer und an Restlöchern bei Hosena (Brandenburg). Schließlich wurden im Auftrag der Braunkohleländer mit mehr als 27 Mio. Euro diverse Maßnahmen zur Erhöhung der Attraktivität der sanierten Landschaften realisiert. Dies ergibt zusammen die Gesamtaufwendungen von fast 216 Mio. Euro im Jahr 2010.

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