Ehemalige Braunkohlenkippen Meuro bei Senftenberg liefern heute Investoren viel Sonnenstrom

Senftenberg. Deutlicher lässt sich der Wandel in der Energiebranche nicht dokumentieren: Wo früher in bis zu 60 Meter tiefen Tagebauen Braunkohle gefördert und diese danach wieder mit Abraum verkippt wurden, steht heute auf dem Gelände der Solarpark Senftenberg und erzeugt emissionsfrei umweltfreundlichen Strom bei einer Anlagen-Nennleistung von18 MWp.  Bis es soweit kam, mussten allerdings vielfältigste Herausforderungen vor Ort vom Investor Phoenix Solar AG und dem Energieunternehmen Envia gemeistert werden. Nach Beendigung aller Wiedernutzbarmachungsaktivitäten stieg parallel der Grundwasserspiegel in der Region wieder an. Zudem erforderte die Bodenbeschaffenheit auf den wiederverfüllten Braunkohlegruben zusätzliche bauliche Maßnahmen. Schon der Zufahrtsweg zum Solarpark musste deshalb über das übliche Maß hinaus befestigt werden, um die Anlieferung der rund 240.000 Module und anderen Bauteile zu ermöglichen. Aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit kamen die speziellen Krinner-Gestelle als Unterbaukonstruktion zum Einsatz. Die Realisierung der Baumaßnahmen erfolgte unter großem Zeitdruck, um noch vor den vorgesehenen EEG-Änderungen den Strom fließen zu lassen. Dies galt insbesondere für den Anschluss an ein 3,5 km entferntes Umspannwerk. Nach einer Bauzeit von nur 12 Wochen ging der Solarpark pünktlich in Betrieb. Im Wandel der Zeit: eine in die 90er Jahre vom Bergbau völlig abhängige Region setzt heute verstärkt auf den Tourismus und leistet mit dem Solarpark einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Reduzierung von Schadstoff- und Lärmemissionen im unmittelbaren Umfeld.  Mehr Infos unter: http://www.phoenixsolar.de/

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