Neutralisation des Zwenkauer Sees startet im Juli 2011 – Inlakebehandlung nach Umsetzen der Anlage

Leipzig. Entsprechend eines Planfeststellungsbeschlusses der Landesdirektion Leipzig vom Dezember 2008 und der wasserrechtlichen Erlaubnis der Behörde zur Durchführung der Inlake-Neutralisation des Zwenkauer Sees vom Februar 2011 erfolgte im letzten Vierteljahr die Umsetzung der bisher am Hainer See, ehemaliger Tagebau Witznitz, betriebenen Neutralisationsanlage an den Zwenkauer See im Bereich Aussichtspunkt Zitzschen. Vorrangiges Ziel des Anlagenbetriebes bis voraussichtlich Ende 2014 ist die Initialneutralisation des entstehenden Bergbaufolgesees zur Erreichung der geforderten Wasserqualitäten. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für die spätere Ableitung des Überschusswassers in die Vorflut. Nach behördlicher Festlegung darf die Vorflutanbindung des Zwenkauer Sees erst dann erfolgen, wenn das abzuleitende Wasser einen pH-Wert zwischen 6,0 und 8,0 und einen Eisengehalt von weniger als 3 mg/l aufweist. Momentan liegt der pH-Wert des gegenwärtig rund 615 Hektar großen Sees bei ca. 3,0. In der Neutralisationsanlage kommen täglich 26 Tonnen Branntkalk zum Einsatz. In einem Lösch- und Verdünnungsprozess wird daraus eine 2-prozentige Kalkmilchsuspension hergestellt. Diese wird über das Sümpfungswasser, das vom Tagebau Profen über eine Ringleitung herangeführt wird und der Flutung des Zwenkauer Sees dient, in den See gebracht.

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