Neuer Ableiter vom Gremminer See transportiert Überschusswasser zum Gräfenhainicher Mühlgraben

Leipzig. Die im August letzten Jahres gestarteten Bauarbeiten am Ableiter des Bergbaufolgesees Gremminer See  - das ehemalige Tagebaurestloch Golpa-Nord - sind im Juli 2011 vollendet worden. Erforderlich ist der Ableiter, um nach der vollständigen Flutung des Sees (voraussichtlich bis 2013) das Überschusswasser zum Gräfenhainicher Mühlgraben transportieren zu können. Der Ableiter wurde in natürlicher geschlängelter Form eines offenen Grabens mit einer Sohlbreite von ein bis zwei Metern und einer Gesamtlänge von 1.368 Metern gebaut. Er wird beidseitig von einem zehn Meter breiten Gewässerschonstreifen gesäumt, der mit ortstypischen Gehölzen und Sträuchern bepflanzt werden wird. Dank der Flachwasserbereiche, Fischunterstände, Grabentaschen, Störsteinhaufen und Eisvogelblöcke ist der Graben besonders naturnah gestaltet worden. Seinen Verlauf kreuzen zum einen zwei Holzbrückenbauwerke zur Überführung von Rad- und Wanderwegen und zum anderen zwei Furten als Zugang zu landwirtschaftlichen Nutzflächen. Am Einlaufbereich des Gremminer See ist ein Sedimentfang errichtet worden, um Verschlickungen des Grabens zu vermeiden. Zurzeit erfolgen Ausbesserungsarbeiten am Ableiter, da sich nach den starken Regenfällen der letzten Wochen vereinzelt Erosionsrinnen gebildet hatten. An den Bauzeitraum schließen sich in den nächsten zwei Jahren Pflegeleistungen an. Das Errichten des Ableiters erfolgte im Rahmen der § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung.

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