Institut für Binnenfischerei Potsdam untersuchte i. A. der LMBV den Fischbestand in Bergbaufolgeseen

Leipzig/Bitterfeld. Das Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow hat im Auftrag der LMBV im Jahr 2011 erneut Fischbestände in mehreren Bergbaufolgeseen untersucht. Begleitet wurden die Experten dabei von LMBV-Oberförster  Uwe Häfker, der auch für die Hege in sechs Restlöchern bei Bitterfeld, darunter für den Paupitzscher, Holzweißiger sowie der Neuhäuser See  zuständig ist. Veränderungen des Fischbestandes haben Mitarbeiter des Instituts für Binnenfischerei Potsdam im Großen Goitzschesee,  im Ludwigsee, im Holzweißiger Ost-See (Fotos) sowie im Zöckeritzer See festgestellt. Verändert hat sich das Bild vor allem im Ludwigsee. Schwammen dort anfänglich noch Barsche, Plötzen und Rotfedern, blieben die ausgelegten Netze 2011 so gut wie leer. Veränderungen gab es auch bei den Maränen im Großen Goitzschesee. 2002 wurde der Pionier-Fisch in den Bergbaufolgesee eingesetzt. "Damals hat er sich sehr gut entwickelt", sagte Häfker, „er wurde tonnenweise abgefischt. Jetzt aber ist er mager und nicht mehr zu vermarkten.“ Das mache deutlich: Der See ist ärmer an Nährstoffen geworden und daher relativ klar, doch für „Fischer ist das eben schlecht", so Häfker. Zurückzuführen sei dies auf die Flut 2002, die damals viele Nährstoffe in die Goitzsche schwemmte. Aus Sicht der Fischexperten ist der See ein junges Gewässer mit wenig Bodenlebewesen, die Fischen als Nahrung dienen können. Dennoch besteht kein Grund zur Sorge. Hecht und Zander und andere Fischarten entwickeln sich weiter in den Goitzsche-Gewässern. „Naturschutzfachlich ist das sehr interessant und wertvoll, denn so etwas passiert selten", stellte Oberförster Häfker fest: "Jeder der LMBV-Bergbaufolgeseen unterliegt einer starken Dynamik. Die Situation kann in einigen Jahren schon wieder anders sein.“

Zurück