Arbeiten an der Fischaufstiegsanlage Friedersdorf am Muldestausee bei Bitterfeld werden weitergeführt

Leipzig/Friedersdorf. Auf Nachfrage einer Nachrichtenagentur informierte die LMBV-Pressestelle am 16.08.2011 über den Stand der Arbeiten an der Fischaufstiegsanlage Friedersdorf am Muldestausee bei Bitterfeld. Die LMBV und der Talsperrenbetrieb Sachsen-Anhalt sind Bauherrinnen des Projekts. Die Fertigstellung ist nun für Ende 2011 geplant. Ursprünglich hätte die Anlage, an der seit 2009 gebaut wurde, bereits im Jahr 2010 fertig sein sollen. Doch ein Hochwasser im Herbst 2010 zog das fast fertige Bauwerk in Mitleidenschaft. Ein Bereich der Baustelle wurde unterspült und sackte ab. Wegen eines Rechtsstreits mit der Baufirma wurde das Projekt zeitweilig angehalten. Im Juni 2011 konnten die Arbeiten an der Anlage wieder aufgenommen werden. Mit der eingebauten Fischtreppe, die aus 43 Becken besteht, können die Tiere einen Höhenunterschied von fünf Metern zwischen Fluss und Staudamm überwinden, die von den Fischen in 12-Zentimeter-Sprüngen überwunden werden müssen. Der Bergbau hatte einst den Lachsen den Weg zu seinen traditionellen Laichplätzen abgeschnitten. Alsbald könnten die Lachse in der Mulde zum Laichen in ihre Heimatgewässer im Erzgebirge zurückkehren. Die Fischaufstiegsanlage ist Teil eines Programms zur Wiederansiedlung des Lachses in der Elbe und ihren Nebenflüssen. Langfristig soll ein sich selbst reproduzierender Lachsbestand in der Elbe und einigen Nebenflüssen aufgebaut werden. Zum jährlichen Laichen müssen die Tiere den Weg vom Nordatlantik über die Nordsee und die Elbe und deren Nebenflüsse nehmen. Mit der Durchgängigkeit des Muldestausees wird eines der Hindernisse für ihre Rückkehr in den Süden beseitigt.

Zurück