Exkursion des Braunkohlenausschusses Brandenburgs – Mitglieder am Klinger See bei LMBV zu Gast

Senftenberg/Klinge. Am 8. September 2011 besuchten Vertreter des Braunkohlenausschusses des Landes Brandenburg im Rahmen einer Exkursion im Nordraum des Lausitzer Reviers auch einen Aussichtspunkt am künftigen Klinger See. Neben einer vom Heimatverein Klinge e.V. errichteten Aussichtsplattform informiert auch eine neue LMBV-Tafel über die Sanierungsleistungen im LMBV-Bereich des Tagebaus Jänschwalde. Die Abteilungsleiter Reiner Kula und Frank Laqua von Sanierungsbereich Lausitz begrüßten den Ausschussvorsitzenden Werner Schaaf, weitere Ausschussmitglieder sowie den Leiter des Ausschuss-Sekretariates Karl-Heinz Rademacher sowie Unternehmensvertreter von Vattenfall. Stabchef Laqua erläuterte im Detail das Vorgehen bei der Sicherung der Böschungen am Bergbaufolgesee. Der Klinger See, genannt nach dem Dorf Klinge, das dem Tagebau weichen musste, wird zukünftig Naturfreunde und Erholungssuchende anziehen. Am Südufer sind – flankiert von markanter Begrünung – ein Strandbereich und das Erholungszentrum Gosda/Klinge vorgesehen. Wasser- und fischereiwirtschaftliche Nutzungen runden die Planungen für den See ab. Am Südufer steht bereits das mit historischen Repliken erhaltene „Raubrittertor“. Hier soll es im ausgehenden Mittelalter eine Sumpfburg gegeben haben, die als Basis für Überfälle diente. Etwas entfernt davon befindet sich ein geologisches Grabungsfeld zum „Eem-Vorkommen Klinge“. Als Eem wird die letzte Warmzeit des vergangenen Erdzeitalters Pleistozän bezeichnet. Im Freiluftmuseum „Zeitsprung“ werden sichtbare geologische Ablagerungen aus der Eem-Warmzeit vor 126.000 bis 115.000 Jahren anschaulich dokumentiert.

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