Zwölf Kilometer Umgehung an der Landesgrenze fertig – B 97-Ortsumgehung Spremberg freigegeben

Spremberg. Seit dem 16.09.2011 rollt nach rund vier Jahren Bauzeit der Verkehr auf der neuen Ortsumgehung Spremberg. Die Ortsumgehung ist 12,5 Kilometer lang, davon liegen 2,5 Kilometer in Sachsen. Es entstanden neun Brückenbauwerke, vier Knotenpunkte und ein Kreisverkehr. 34 Millionen Euro wurden in den Straßenabschitt investiert. Brandenburgs Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger: „Die Ortsumgehung Spremberg ist eines der wichtigsten Projekte in der Lausitz. Der Wachstumskern Spremberg wird von Verkehr entlastet und gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort mit den jetzt besseren Anbindungen gestärkt. Für die Ingenieure waren der Untergrund und einige knifflige Querungen zum Beispiel für die Werksbahn des Kraftwerks Schwarze Pumpe echte Herausforderungen.“ Die Bundesstraße 97 verbindet als eine der wichtigsten Hauptverkehrsstraßen den sächsischen Ballungsraum Dresden mit Guben im nördlichen Teil des Landkreises. Die Bauarbeiten begannen am 25. Juni 2007. Die Neubautrasse beginnt zwischen Terpe und Schwarze Pumpe, tangiert die Altbergbaugebiete im Pulsberger Raum, umgeht Spremberg im Westen und mündet unweit des Funkturms wieder in die vorhandene B 97. Die Bundesstraße wurde an vier Kreuzungspunkten mit anderen Straßen verknüpft, die Fahrbahn ist 10,5 Meter breit. Für den Schutz von Tieren entstanden Krötenzäune, Tierdurchlässe und Wildwarnreflektoren an den Lichtpfosten. Alle Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wie Entsiegelungen, Aufforstungen, Waldumbau, Wildschutz oder Hecken- und Gehölzpflanzungen erstrecken sich über eine Fläche von fast 100 Hektar. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger und der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jan Mücke sowie Sprembergs Bürgermeister Dr. Schulze und die Spreenixe gaben den Verkehr Mitte September 2011 frei.

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