Gewaltige Sprünge im Naturparadies Grünhaus – Neu sich bildende Seeteichsenke eröffnet Perspektiven

Lichterfeld. Die im Naturparadies Grünhaus gelegene Seeteichsenke, südwestlich des Besucherbergwerks F 60, hat sich 2011 in einen kleinen See verwandelt. Nachdem sich bereits im Jahr 2010 durch ansteigendes Grundwasser einige Flachwasserbereiche ausgebildet hatten, eröffneten sich weitere Perspektiven für Tiere und Pflanzen. Auf einer im See befindlichen Insel sind schon Schell- und Pfeifenten als Durchzügler gesichtet worden; auch Kraniche wurden im vergangenen Spätsommer erstmals vom Flachwasser angelockt. Das gekippte Gebiet der Seeteichsenke ist günstig für künftige Naturbeobachtungen gelegen. In unmittelbarer Nähe des Radweges zwischen Finsterwalde und der F 60 bietet sich die in Grünhaus entwickelnde Natur für Langzeitbeobachtungen an. Gegenwärtig verbieten LMBV-Schilder noch den öffentlichen Zugang, nachdem das Gebiet geotechnisch bewertet und einem von der LMBV einzurichtenden geotechnischen Sperrgebiet zugeordnet werden musste. Der Projektleiter Grünhaus der Nabu-Stiftung Nationales Naturerbe Dr. Röhrscheid hofft, dass sich die Seeteichsenke mittelfristig der Öffentlichkeit als ein möglicher touristischer Anziehungspunkt präsentieren kann. Nur mit Sondergenehmigungen der LMBV ist es zurzeit gestattet, bei geführten Exkursionen und zu wissenschaftlichen Zwecken das Gebiet zu erkunden und zu beobachten. Mit dem begleitenden Biomonitoring, das seit der Übergabe der Projektträgerschaft im Jahr 2009 an das Büro Grünhaus in der Verantwortung von Dr. Röhrscheid läuft, werden von einer Gruppe Ehrenamtlicher Daten und Fakten zur Entwicklung von Flora und Fauna im Naturparadies gesammelt. Sind im Jahr 2001 noch 1.300 Arten in Grünhaus beobachtet worden, so waren es 2009 bereits rund 3.000 Arten. Diese Daten sollen von der LMBV bei der bergbaulichen Sanierung Berücksichtigung finden.

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