LMBV-Broschürenreihe fortgesetzt – Braunkohle-Veredlungs-Standorte im Mittelpunkt der Hefte 10 & 11

Leipzig. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand in  Mitteldeutschland eine der bedeutendsten Industrieregionen Europas. Die Erfindung des Kunstdüngers in  Piesteritz, der Flugzeugbau in den Dessauer Junkers-Werken und viele weitere technologische Pionierleistungen erlangten internationalen Rang. Voraussetzung für das rasante Wachstum der mitteldeutschen Industrie waren  die reichhaltigen Vorräte an Braunkohle, aber auch an  Steinsalz und Kali. Die Braunkohle stillte den Energiehunger der Wirtschaft und förderte die Entstehung der chemischen Industrie. Als Grundstoff und Energielieferant hatte die  Braunkohle bis 1990 eine erhebliche Bedeutung. Mit der  politischen Wende in Deutschland wurden schließlich aber fast alle Veredlungsanlagen stillgelegt und abgebrochen. Die LMBV war ab diesem Zeitpunkt verantwortlich für Sanierung und Wiedernutzbarmachung der Tagebauareale und der stillgelegten Veredlungsstandorte. Der Geschichte der Braunkohlenveredlung in Mitteldeutschland sind nun  zwei neue Publikationen der LMBV in der Reihe Wandlungen und Perspektiven gewidmet. Im  Heft Nr. 10/ MD werden die nördlich von Leipzig und Weißenfels gelegenen Kernreviere Oschersleben-Egeln-Nachterstedt, Halle-Röblingen, Bitterfeld-Köthen und das Geiseltal näher betrachtet. Die Broschüre Nr. 11/ MD vollzieht die historische Entwicklung  der Braunkohlenveredlung und die umwälzenden  Veränderungen durch die Sanierung in den Räumen Zeitz-Weißenfels, Meuselwitz-Altenburg und Borna-Leipzig nach – im Heft als südliches Mitteldeutsches Revier bezeichnet.

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