LMBV-Pilotvorhaben zur Neutralisation des Scheibe Sees mit Partnerin GMB erfolgreich abgeschlossen

Senftenberg. Die LMBV treibt als Projektträgerin der Bergbausanierung verschiedene Vorhaben zur Gütebehandlung der entstehenden Bergbaufolgeseen voran. Dazu hat die LMBV zwischen Oktober 2011 und Januar 2012 durch die auftragnehmende Firma GMB eine neuartige Neutralisations-Anlage im Scheibe See im Kreis Bautzen in Ostsachsen testen lassen. Dabei wurden in nur 16 Wochen gut 15.000 t Branntkalk in den Scheibe See eingebracht, der fast seinen Endwasserstand erreicht hat. Dies hat zu einer erfolgreichen Primärneutralisation des Wasserkörpers von 2,9 auf über 7 beim pH-Wert geführt. Aufgrund dieses erfolgreichen Pilotvorhabens steht der LMBV künftig nun eine weitere In-Lake-Technik zur Neutralisation eines Seewasserkörpers zur Verfügung. Das neue an dieser Anlage gegenüber den bisher bekannten stationären Anlagen z.B. am Zwenkauer See ist, dass im Scheibe See das Neutralisationsmittel nicht über dem Wasser versprüht, sondern mit Druck aus einer getauchten Schwimmleitung mit Düsen (GSD) im See verteilt wurde. Das genutzte physikalische Prinzip des Freistrahls führt zu einer sehr guten Vermischung des Seewassers mit der Kalksuspension. Die weitere Verteilung des neutralen Wassers im See wird dann durch die natürliche Zirkulation im See übernommen. Bis zum Sommer läuft unter Ägide der LMBV noch die weitere wissenschaftliche Auswertung des Pilotvorhabens. Parallel dazu wird die sich vollziehende Entwicklung der Wasserbeschaffenheit genau beobachtet. Um die Nachhaltigkeit zu erhöhen, wird die GMB in Kürze einen zweiten Antrag für ein Vorhaben zur Pufferung des Scheibe-Seewassers mit Kohlendioxid bei der LMBV einreichen.

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