Abgeordnete auf Informationsfahrt in ehemaliger Bergbauregion – Werben für § 4-Mittel in Sachsen

Leipzig. Auf Anregung der Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland begaben sich
12 regionale Abgeordnete des sächsischen Landtags, des deutschen Bundestags
und des europäischen Parlaments sowie eine Expertengruppe am 16. April 2012 auf eine Informationsfahrt. Sie erhielten einen umfassenden Überblick über die bislang finanzierten § 4-Maßnahmen zur Erhöhung des Folgenutzungsstandards im westsächsischen Sanierungsbereich der LMBV. Laut Regionalem Planungsverband flossen bereits 1,8 Milliarden Euro, um Tagebaurestlöcher zu fluten, die Infrastruktur wiederherzustellen, die historischen Fließgewässernetze zu revitalisieren und Verbindungskanälen sowie Schleusen neu zu bauen. Besichtigt wurden im Laufe der Tour der Sportstrand der Schladitzer Bucht im Norden von Leipzig, die im Bau befind-
liche Kanuparkschleuse zwischen dem Markkleeberger und dem Störmthaler See,
die Sanierungsarbeiten am Zwenkauer See sowie der Hainer See mit der Lagune Kahnsdorf im Südraum. Im gesamten Bereich sind dank des Einsatzes von § 4-Mitteln bereits sichtbare Fortschritte erreicht worden. Neben den Investitionen für den Gewässerverbund stand die Entwicklung an den einzelnen Standorten im Mittelpunkt
der Gespräche. Geworben wurde um ein § 4-Budget in Höhe von 30 Millionen Euro aus dem Topf des kommenden Bund-Länder-Verwaltungsabkommen zur Braunkohle-
sanierung. Noch gibt es keine Klarheit darüber, wie viel Geld der Freistaat Sachsen für
§ 4-Maßnahmen zur Verfügung stellen wird.

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