LMBV legt Behörde Zwischenbericht zu Erdrutsch von Nachterstedt vor - Erkenntnisse zu Grundwasserleitern

Magdeburg. Der Aufbau der grundwasserführenden Schichten sowie deren Wasserwegsamkeiten und Druckverhältnisse, insbesondere unterhalb der abgebauten Kohleflöze, haben vermutlich eine wesentliche Rolle bei der Entstehung des Erdrutsches von Nachterstedt gespielt. Das ergibt sich aus einem Zwischenbericht der LMBV zur Unglücksursache, der sich derzeit in der Abstimmung befindet. Aktuelle Untersuchungen der LMBV haben jetzt grundlegend neue Erkenntnisse über die Grundwasserverhältnisse sowie über die geologische Struktur des tiefer liegenden Untergrundes ergeben. So wurde u.a. festgestellt, dass der Grundwasserleiter unter der Kohle kleinräumige, rinnenähnliche Strukturen aufweist und dass er lokal räumlich mit den Bergbaukippen in Verbindung steht. Zudem wurden neue Erkenntnisse über die druckwasserführenden Strecken des historischen Altbergbaus gewonnen. Zur Ursachenermittlung der Böschungsbewegung und zur Vorbereitung der Sicherungs- und Sanierungsarbeiten wurde von der LMBV ein umfangreiches Erkundungsprogramm erarbeitet. Dies erfolgte in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) und den vom LAGB beauftragten Gutachtern. Bislang wurden 116 Bohrungen mit insgesamt 9.740 Bohrmetern, sowohl an Land als auch auf dem Concordiasee, niedergebracht und geophysikalisch vermessen. Ausschnitte aus Pressemitteilung des MW vom 17.07.2012 -- LMBV legte am 17.07.2012 erneut Blumengebinde an der Erinnerungsstätte für die Opfer der Böschungsbewegung von Nachterstedt anlässlich des bevorstehenden Jahrestages ab (hier: Archivfoto)

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