LMBV-Information zum Rückbau der Häuser in der Nachterstedter Siedlung „Am Ring“

Leipzig/Nachterstedt. Die am 31.01.2013 begonnenen Rückbauarbeiten der Siedlung „Am Ring“ in Nachterstedt sind Voraussetzung für die nachfolgende Sanierung des Böschungsabschnittes, um langfristig einen sicheren Bergbaufolgesee herzustellen. Die LMBV hat zum Rückbau der Siedlung „Am Ring“ die 129. Ergänzung zum Abschlussbetriebsplan Tagebau Nachterstedt/Schadeleben mit Tagebaurestloch Königsaue erarbeitet, die am 22.01.2013 durch das LAGB zugelassen wurde. Die Arbeiten erfolgen unter strikter Einhaltung der Sicherheitsvorgaben. Diese sehen u. a. den Einsatz von Riss- und Böschungsbeobachtern, seismischen Bewegungsmelder, GPS-Messsystemen sowie eine laufende hydrologische Überwachung der Grundwassermessstellen vor. Für den Rückbau erhielt die Firma Jaeger Spezial- und Tiefbau GmbH & Co. KG aus Bernburg nach einer Ausschreibung der LMBV den Zuschlag. Zunächst wurden eine Baustraße und die Baustelleneinrichtung errichtet. Danach erfolgten Räumungs- und Entkernungsarbeiten. Nunmehr werden 12 Doppelhäuser und 48 Nebengebäude abgebrochen. Die rund 5.400 Tonnen Bauschutt werden gemäß Entsorgungskonzept verwertet. Die Arbeiten sollen bis April 2013 erledigt sein. Daran schließt sich in einem weiteren Bauabschnitt der Abbruch der Doppelhaushälfte an der Böschungskante sowie die Unterflurberäumung der Keller an. Auf der Baustelle sind 7 Mitarbeiter der beauftragten Firma Jaeger und mindestens zwei Kollegen der Bergwacht tätig. Koordiniert und überwacht wird der Rückbau von LAGB und LMBV von den Tagesanlagen aus. Der von der LMBV beauftragte Abschlussbericht zur Ursachenforschung der Böschungsbewegung von 2009 soll im Sommer 2013 dem Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt und dem LAGB als zuständige Bergbehörde übermittelt werden.

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