Region: Auftakt-Veranstaltung für DOKMitt als "gemeinsame Enzyklopädie" durch Förderverein

Fruchtbarer Gedankenaustausch zwischen Akteuren und Partnern in Zentralwerkstatt Pfännerhall

Braunsbedra. Der Förderverein zum Aufbau des Dokumentationszentrums IndustrieKulturlandschaft Mitteldeutschland (DOKMitt) lud am 25. April 2016 zur Auftaktveranstaltung in die Zentralwerkstatt Pfännerhall am Geiseltalsee. Der neue Verein will die Voraussetzungen für das seit Langem angestrebte Dokumentationszentrum schaffen, in dem die vielfältigen, durch Bergbau, Industrie und Sanierungsbergbau vollzogenen Veränderungen im mitteldeutschen Revier wissenschaftlich aufgearbeitet werden. Das Wissen darüber soll öffentlich zugänglich gemacht werden, um den nachkommenden Generationen Antworten für deren Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft und zu ihrer Identität geben zu können.

Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Walter Christian Steinbach und Pfännerhall-Geschäftsführerin Kathrin Butter folgte ein Impulsreferat von Prof. Dr. Andreas Berkner, in dem er auf die zahlreichen, zum Teil verborgenen Schatzkammern der Region hinwies. Sie sollen gesammelt und – einer „gemeinsamen Enzyklopädie“ gleich – für die Öffentlichkeit aufbereitet werden, wobei das Dokumentationszentrum, wie Walter Christian Steinbach mitteilte, vier Ziele umsetzen möchte: Erstens Forschung auf akademischer und auf heimatgeschichtlicher Ebene, zweitens Bildung vorantreiben, drittens Erinnerung sichtbar machen und viertens Tourismusförderung. In drei Workshops erarbeiteten die Anwesenden Ideen für die Bereiche Montan, Wirtschaft und Gesellschaft. Worüber projektbezogen diskutiert wurde, stellten Vereinsmitglieder, z. B. Dr. Frank W. Junge und Peter Krümmel, dem Plenum im Nachgang vor. Vorstandsmitglied Prof. Dr. Krabbes erläuterte abschließend die nächsten Schritte auf dem Weg zum DOKMitt, das in erster Linie als virtuelles Zentrum Interessierten zur Verfügung stehen soll.

Der gemeinnützige Förderverein war am 16. September 2015 in Borna gegründet worden. Der Vereinsgründung war ein jahrelanger Findungsprozess vorangegangen, in dessen Verlauf verschiedene Aktivitäten wie Symposion zur Bergbaugeschichte und Ausstellungen über die industrielle Entwicklung im Leipziger Südraum durchgeführt wurden.

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