LMBV: Barbarakanal zwischen Partwitzer See und Geierswalder See nun offiziell eröffnet

Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen und LMBV geben gemeinsam den Überleiter 9 frei

Senftenberg/Geierswalde. „Wieder ein Stück geschafft“, urteilte Klaus Zschiedrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) am Dienstag, dem 1. Oktober. Gemeinsam mit dem Bautzener Landrat Michael Harig (Vorstandsvorsitzender des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen), Siegurd Heinze (Landrat Oberspreewald-Lausitz), Dietrich Gökelmann (Präsident der Landesdirektion Sachsen), Gerd Richter (LMBV-Sanierungsbereichsleiter Lausitz) und Daniel Just (Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen) schnitt er offiziell vom Wasser aus das Band zur Eröffnung des Barbarakanals nahe Geierswalde durch.

Viele Jahre, erklärte der LMBV-Geschäftsführer weiter, wurde auf die Eröffnung des Kanals hingearbeitet: „Ein bedeutsamer Tag“. Insgesamt 3000 Hektar Wasserfläche – Senftenberger See, Geierswalder See und Teile des Partwitzer Sees – hängen nun zusammen. Ursprünglich war nur eine rein hydraulische Nutzung vorgesehen, doch der Zweckverband Lausitzer Seenland Sachsen setzte sich für den Wassertourismus ein. „Und es werden noch mehr Kanäle gebaut, die nicht nur eine hydraulische Funktion haben.“ Über die Entwicklung zeigte sich Landrat Michael Harig erfreut. Der Weg bis zur endgültigen Fertigstellung des Barbarakanals habe viele Klippen umschifft, doch er habe sich ausgezahlt.

Der Barbarakanal wurde bereits im Jahr 2003 fertiggestellt. Er ist 1150 Meter lang und verbindet die Tagebaurestlöcher Skado (heute Partwitzer See) mit dem Restloch Koschen (heute Geierswalder See). Bis zu seiner touristischen Nutzung diente er als hydraulischer Überleiter zur allmählichen Füllung der so genannten Restlochkette, der früheren Tagebaue Sedlitz, Skado und Koschen. Jahrelang blieb die Wehranlage an der Brücke über dem Kanal geschlossen, um die Beschaffenheit des Wassers im Geierswalder See nicht zu beeinträchtigen.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer des Zweckverbandes Lausitzer Seenland Sachsen, Daniel Just, wünschte Michael Harig allen künftigen Nutzern des Sees, Wassersportlern und Schiffskapitänen Glück und gute Fahrt auf den Seen.
Dietrich Gökelmann, Präsident der Landesdirektion Sachsen, lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten und betonte, wie zuvor Klaus Zschiedrich, dass der Kanal mit seiner 5,20 Durchfahrtsbreite der in der Planung festgelegten Norm entspricht und auch ein Fahrgastschiff dieser Breite hindurch fahren kann. Auch ein Boot sowie ein Segelschiff folgten dem Beispiel der Ehrengäste und passierten den Kanal hupend. Mit der Eröffnung ist ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des Seenlandes geschafft.

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