LMBV: Bau der Heberleitung im Bereich des künftigen Harthkanals verläuft planmäßig

Leipzig/Zwenkau. Die Errichtung der Heberleitung zwischen Zwenkauer und Cospudener See ist für die Herstellung der geplanten 800 Meter langen schiffbaren Gewässerverbindung – den künftigen Harthkanal – erforderlich. Mit der Maßnahme beauftragte die LMBV die Firma HTR-Bau GmbH aus Leipzig. Sie baut die Heberleitung zwischen Anfang Februar und Mitte Mai 2015. Die ökologische Baubegleitung erfolgt durch das Büro Knoblich aus Zschepplin. Die Baukosten für die Maßnahme betragen ca. 700.000 Euro.

Seit November vorigen Jahres werden die erforderlichen Baugrundverbesserungsmaßnahmen für den Harthkanal einschließlich seiner Bauwerke Hochwasserschutztor am Zwenkauer See, Kanal, Querung der Bundesautobahn 38, Schleuse am Cospudener See und Brückenbauwerken durchgeführt. Für die Bauwerksherstellung darf der Wasserspiegel im Zwenkauer See aus geotechnischen Gesichtspunkten die Marke von 112,5 m NHN nicht überschreiten. Durch Eigenaufstieg und kontrollierter Flutung mit Sümpfungswässern aus den MIBRAG-Tagebauen Vereinigtes Schleenhain und Profen sowie von eingeleitetem Wasser der Weißen Elster wird dieser Wasserspiegel voraussichtlich Mitte des Jahres 2015 erreicht sein, sodass dann eine Ableitung von Überschusswasser erforderlich wird. Aus diesem Grund wird für die Bauzeit des geplanten Harthkanals eine Rohrleitung DN 900 als Heber vom Zwenkauer See zum Cospudener See errichtet. Mit Fertigstellung der schiffbaren Gewässerverbindung wird die Vorflutfunktion auf diese übertragen werden.

Für die Heberleitung am Zwenkauer See wird hauptsächlich das Material der außer Betrieb genommenen Flutungsleitung in Gröbern verwendet. Die dortige Leitung wurde demontiert, zum neuen Einbauort nach Zwenkau transportiert und dort auf einer Länge von knapp 500 Metern verschweißt. In den kommenden Wochen werden die Arbeiten im Bereich des künftigen Harthkanals planmäßig fortgeführt. Dazu zählen auch die Verlegung einer 150 Meter langen, schwimmenden flexiblen Rohrleitung mit Saugkorb und Fußventil in den Zwenkauer See und die Herstellung des Einlaufbereiches am Cospudener See.

Für die Energieversorgung der Heberleitung (Absperr- und Drosselklappe, Durchflussmessung, Evakuierungsanlage) werden durch die MITNETZ jeweils eine Trafostation am Zwenkauer und am Cospudener See errichtet. Beide Trafostationen sind so ausgelegt, dass auch die künftige Energieversorgung für die geplanten Bauwerke gesichert ist.

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