LMBV: Baustart für 64 Meter breite Pylonbrücke zwischen Markkleeberg und Gaschwitz

Weiterer Schritt zur Wiederherstellung der historischen Wegeverbindung

Leipzig. Nachdem im Jahr 2014 die Instandsetzung der Brücke über die Pleiße (Baujahr 1985) in Verlängerung der Cröbernschen Straße abgeschlossen worden ist, erfolgt nun der Baustart für den Neubau des Brückenbauwerks zur Querung der B 2/B 95 als zweite Teilmaßnahme. Als letzter Schritt wird danach der Wegebau zur Anbindung an den bereits bestehenden Rundweg um den Markkleeberger See erfolgen.

Der Neubau der Pylonbrücke über die B2 startet am 29. Juni 2015 und läuft voraussichtlich bis Ende Mai 2017. Nach öffentlicher Ausschreibung wurde die Millionen-Baumaßnahme an die Firma ARLT Bauunternehmen GmbH aus Frohburg vergeben. Zunächst werden das Baufeld freigemacht und die Versorgungsmedien, z. B. Telekomkabel und Abwasserleitungen, umverlegt. Bevor der Brückenbau starten kann, ist eine Verdichtung des Untergrunds mit Rüttelstopfsäulen notwendig. Die Stahlträger und der Pylon werden im Werk vorgefertigt und dann auf die Baustelle gebracht. Nach dem Aufbau wird die Betonfahrbahnplatte betoniert. Wenn die Baumaßnahme im Jahr 2017 abgeschlossen ist, schließen sich die Pflegeleistungen für die Pflanzen an.

Das neue Brückenbauwerk wird als gefächerte, einhüftige Schrägseilbrücke aus Stahl- und Verbundkonstruktion mit schlankem Fahrbahnträger ausgeführt. Die zwei Seilebenen werden von einem Pylon fächerförmig aufgenommen und über die Abspannseile am östlichen Widerlager verankert. Das Bauwerk verfügt über eine Gesamtlänge von 64 Metern mit Einzelstützweiten von 49,20 Metern und 14,60 Metern. Die Höhe des Pylons wird rund 33 Meter betragen.

Gemäß einer Vereinbarung zwischen LMBV, Landesamt für Straßenbau und Verkehr (LASuV) und der Stadt Markkleeberg aus dem Jahr 2012 erfolgt die Planung, Ausschreibung, Vergabe der Bauleistung sowie Bauüberwachung durch das LASuV als den künftigen Baulastträger für das Brückenbauwerk. Die LMBV trägt die Kosten für Planung und Errichtung des Brückenbauwerks einschließlich der Wegeanschlüsse.

Im Rahmen der bergbaulichen Grundsanierungsverpflichtung nach § 2 des Verwaltungsabkommens zur Braunkohlesanierung ist zur verkehrstechnischen Erschließung der Bergbaufolgelandschaft des Tagebaus Espenhain ein funktionsfähiges und der öffentlichen Sicherheit Rechnung tragendes Wegenetz wiederherzustellen. Die historischen Straßen- und Wegebeziehungen in West-Ost-Richtung wurden durch den Betrieb des Tagebaus Espenhain überbaggert. Zur Wiederherstellung der vorbergbaulichen Ost-West-Verbindung zwischen der Ortslage Gaschwitz und Markkleeberg sind Brücken- und Wegebaumaßnahmen vom Ortsrand Gaschwitz (Pleißebrücke) bis zum Seerundweg Markkleeberger See erforderlich. Die Anbindung in West-Ost-Richtung kann dabei aufgrund der parallelen Linienführung der verlegten Pleiße und der B2/95 nur über Brückenbauwerke realisiert werden.

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