BGR setzt Messhubschrauber zur Untersuchung von Bergbaufolgen in der Lausitz ein

BGR-Messhubschrauber im Einsatz

Geophysikalische Messflüge im Raum Finsterwalde im Rahmen einer Pilotstudie

Hannover | Cottbus. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) führt vom 10. bis 12. Mai 2021 mit ihrem Hubschrauber im Rahmen einer Pilotstudie geophysikalische Messflüge südlich von Finsterwalde (Brandenburg) durch. Das Messgebiet überdeckt die „Finsterwalder Restlochkette“, eine Gruppe von ehemaligen Braunkohletagebauen südlich der Stadt.

Das aerogeophysikalische Programm findet in Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und in Absprache mit dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) statt. Die Untersuchungen in der Lausitz stehen in Zusammenhang mit der Gründung des Forschungs- und Entwicklungszentrums Bergbaufolgen (FEZB) in Cottbus. Das FEZB ist eine neue Einrichtung der BGR zur Förderung der nachhaltigen Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften. Die im Fokus des FEZB stehenden Forschungsthemen sind auf die Bereiche Grundwasser und Boden, Sanierungsbergbau, Geotechnik und Umwelt-Monitoring ausgerichtet.

Zur Rehabilitation ehemaliger Gebiete des Braunkohletagebaus in der Lausitz werden großflächig Informationen zu Grundwasserleitern benötigt. Insbesondere stehen deren Mineralisation, Tiefe, Mächtigkeit und Deckschicht im Fokus der Untersuchungen der aktuellen Pilotstudie.

Während der ersten Messkampagne in der nächsten Woche wird der BGR-Hubschrauber (Kennung: D-HBGR) ein Gammastrahlen-Spektrometer an Bord haben, um Informationen über Altlasten und Oberflächeneigenschaften im Messgebiet zu erhalten. Im Juli sind weitere aerogeophysikalischen Messungen geplant, um den tieferen Untergrund zu untersuchen. Zur Pilotstudie

Kontakt:

BGR-Projektleiter:
Dr. Bernhard Siemon (BGR),
E-Mail: Bernhard.Siemon@bgr.de; Tel.: +49 511 643 3488

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