BTU: Öffentliche Ringvorlesung zu Schwimmender Architektur im Lausitzer Seenland

Wassergespräch Lausitz am 13.02.2018 - Wie weiter mit dem Wohnen auf dem Wasser in der Region

SeenlandResort24 - Schwimmende Häuser am Geierswalder See

Cottbus. Mit fast 30, zum Teil schiffbar miteinander verbundenen Bergbaufolge-Seen kann der Tourismus auf, am und im Wasser zu einem wichtigen Wirtschafts- und Siedlungsfaktor in der Lausitz werden.

Insbesondere mit schwimmenden Bauten und schwimmenden Siedlungsstrukturen er-hält dieser in der Bergbaufolgelandschaft ein Alleinstellungsmerkmal. Schwimmende und aufschwimmbare Bauten sind weltweit von Bedeutung. In Mitteleuropa dominiert zweifellos ihre Attraktivität als exklusiver Wohnstandort und als lukrative touristische Destination. Infolge des fort-schreitenden Anstiegs des Meeresspiegels besteht aber auch eine Relevanz für viele, diesbezüglich gefährdete Regionen.

Referent des Vortrages unter dem Titel „Schwimmende Architektur im Lausitzer Seenland - liegt die Zukunft der Lausitz auf dem Wasser?“ ist Dr. Peter Strangfeld, Vorsitzender des Instituts für Schwimmende Bauten an der BTU Cottbus-Senftenberg. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Uwe Grünewald, Vorsitzender des Wasser-Cluster-Lausitz (WCL) e.V. Cottbus.

Bauen auf dem Wasser erfordert eine komplexe Herangehensweise. Neben dem Auftriebsverhalten der Schwimmkörper sind Umwelteinwirkungen, das Wechselspiel von Materialauswahl und Wasserqualität so-wie Fragen der Ver- und Entsorgung zu berücksichtigen. Energetisch kann neben der Strahlungsenergie beispielsweise auch die thermische Energie des Wassers genutzt werden. Andererseits sind effektive Wege zur Versorgung mit Trinkwasser, für die Reinigung bzw. Entsorgung des Abwassers sowie zum Umgang mit anfallenden Abfällen zu finden. Bei der Konzipierung und Umsetzung schwimmender Bauten und Siedlungsstrukturen sind neben technischen Fragen auch solche zum Sozialverhalten der potentiellen Nutzer zu berücksichtigen.

In der Lausitz gibt es Erfahrungen mit schwimmenden Häusern unterschiedlichster Nutzungsstruktur. In Hafen der Seestadt Großräschen ist eine schwimmende Experimentalplattform im Entstehen. Im Rahmen der Initiative des BMBF „WIR!“ - Innovationswerkstatt Wasser-Landschaft-Lausitz, die sich gegenwärtig in der Konzeptphase befindet, sollen langfristig die Grundlagen zum Aufbau eines Zentrums für Schwimmende Architektur geschaffen werden. Mit der Entwicklung und Produktion spezifischer Bauteile können so auch Arbeitsplätze für die "Nachbraunkohleära" in der Region entstehen.

Termin: Dienstag, 13. Februar 2018, 17:30 Uhr, Zentrales Hörsaalgebäude Hörsaal B, Zentralcampus Cottbus

Kontakt : Dr.-Ing. Volker Preuß BTU Wassertechnik T 0355 69-4312 E volker.preuss@b-tu.de

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