Der Wolf in der Bergbaufolgelandschaft – LMBV-Oberförster M. Stärke sichtet Welpen in Seese-West

Senftenberg. Bei einer Befahrung im ehemaligen Tagebau Seese-West beobachtete LMBV-Oberförster Michael Stärke am 13. September 2012 einen jungen Wolf. Der Wolfswelpe, vermutlich aus diesem Jahr, zog unbeeindruckt seine Weg weiter. Das gegenwärtige Verbreitungsgebiet des Lausitzer Wolfsvorkommens umfasst im Süden die Muskauer Heide und die Heidelandschaft in der Oberlausitz sowie einen Teil der Niederlausitz. Die Größe eines Wolfsrudels ändert sich im Jahresverlauf nicht nur durch die Geburt der Welpen, sondern auch durch die Abwanderung der älteren Jungtiere. Deshalb ist es kaum möglich, verlässliche Angaben zur genauen Anzahl der Wölfe in einer Region zu bekommen. Die Wissenschaftler zählen stattdessen die Anzahl der Wolfsfamilien und der welpenlosen Wolfspaare. In der Lausitz sind NABU-Angaben zufolge zurzeit elf Wolfsfamilien sowie ein Wolfspaar bekannt: Sieben der elf Wolfsrudel leben in Sachsen, drei Rudel und das Wolfspaar haben ihr Territorium in Brandenburg und ein Rudel hat sein Revier sowohl in Sachsen als auch in Brandenburg. Im Spremberger Rudel, welches im Jahr 2011 zum ersten Mal Welpen hatte, konnten in diesem Jahr bereits mindestens drei Welpen bestätigt werden. Das Spremberger Rudel hat sein Territorium sowohl auf sächsischer als auch auf brandenburgischer Seite. Fotos: Michael Stärke (LMBV)

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