Eisenbelastung der Pleiße - Workshop thematisiert Möglichkeiten der Gewässergüteverbesserung

Vertreter von Kommunen, Behörden, Bürgerinitiative und Sanierungsträger im fachlichen Diskurs

Neukieritzsch. Wie bereits bei der öffentlichen Informationsveranstaltung am 6. April 2017 in Neukieritzsch vereinbart und bei einer Beratung am 8. Juni 2017 im Hause der LMBV in Leipzig nochmals bekräftigt, fand am 7. September 2017 ein fachlicher Austausch zur Thematik der Gewässergüteverbesserung in Form eines Workshops in Neukieritzsch, Ortsteil Kahnsdorf, statt.

Nachdem der Planungsauftrag zur Einbindung der Pleiße in den Kahnsdorfer See zunächst beendet wurde, war das Ziel der gestrigen Veranstaltung die fachliche Erörterung und das Fortschreiben alternativer Lösungsansätze. Der Teilnehmerkreis bestand aus den Bürgermeistern der Gemeinde Neukieritzsch, der Städte Böhlen und Rötha, den Vertretern der zuständigen Behörden Sächsisches Oberbergamt, Landesdirektion Sachsen und Landratsamt Landkreis Leipzig, der Bürgerinitiative Kahnsdorfer See, der Blauwasser Seemanagement GmbH, des Zweckverbandes Planung und Erschließung Witznitzer Seen, der Stadt Borna, des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen und des Sanierungsträgers LMBV.

Zu Beginn gab Prof. Dr. Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband als Einladender und Moderator eine kurze Einführung zur Gewässersituation zwischen Großzössen, Kahnsdorf und Rötha im Kontext von Historie und Gegenwart sowie zum Sachstand. Im Anschluss daran stellten Mitarbeiter der LMBV die verschiedenen Lösungsansätze dar und erläuterten, wie diese im weiteren Verlauf hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zur Gewässergüteverbesserung beurteilt werden können. Hierbei entwickelte sich eine rege und sachliche Diskussion zu den einzelnen technischen Ansätzen, wobei letztlich das Weiterentwickeln und Herausarbeiten tragfähiger Varianten zur Behebung der Eisenbelastung in der Pleiße im Fokus stand.

Im Ergebnis der Veranstaltung verständigten sich die Teilnehmenden darauf, dass die Vielzahl an Lösungsansätzen zunächst hinsichtlich ihrer Wirksamkeit durch die LMBV bewertet wird. Damit soll eine Priorisierung der einzelnen Varianten erreicht werden. Es wird ein Berechnungsmodul zur Abschätzung der Maßnahmenwirksamkeit erstellt, um die erreichbaren Reduzierungen der Eisenbelastungen für die einzelnen Lösungsansätze beurteilen zu können. Weiterhin wurde die Fortführung der transparenten Informationspolitik seitens der LMBV vereinbart, Auskunft zu neuen Erkenntnissen im Gesamtprojekt wird jeweils auf folgender Internetseite gegeben: https://www.lmbv.de/index.php/loesungen-fuer-die-pleisse.html. Ferner verständigten sich die Workshop-Teilnehmer darauf, sich zu den Untersuchungen und Lösungsansätzen in einem halben Jahr auszutauschen.

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