Errichtung einer Buhne am Auslauf des Geiseltalsee abgeschlossen

Leipzig/Frankleben. Um die Ablagerung von Sedimenten am Auslaufgraben des Geiseltalsee wirksam zu unterbinden, plante die LMBV die Herstellung einer Buhne. Die Planungen dazu begannen im Juli 2013. Im Mai 2014 erteilte das Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) Sachsen-Anhalt die Zulassung zur 150. Ergänzung zum Abschlussbetriebsplan Mücheln. Im August 2014 erfolgte der Baustart zur Realisierung der Baumaßnahme und am 9. Dezember 2014 konnte die Abnahme der Bauleistungen erfolgen.

Die Buhne ist ein Steinschüttdamm aus Wasserbausteinen. Sie hat eine Länge von 47 Metern und eine Kronenbreite von 1 Meter. Die Oberkante ragt 0,85 Meter über den mittleren Wasserspiegel von +98,00 m NHN hinaus. Die seeseitige Aufstandsfläche liegt bei +94,00 m NHN. Damit beträgt die maximale Höhe der Buhne 4,85 Meter. Auf der Krone der Buhne wurde eine Initialpflanzung mit Schilf vorgenommen. Die Herstellung der Buhne erfolgte im Auftrag der LMBV durch das Unternehmen TDE Espenhain. Die Baumaßnahme wurde durch das planende Ingenieurbüro überwacht. Zusätzlich begleitete der Sachverständige für Geotechnik als geotechnische Fachbauleitung und eine ökologische Bauüberwachung die Baumaßnahme. Es entstanden rund 90.000 Euro Gesamtkosten, die Finanzierung erfolgte im Rahmen des § 2 des Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung.

Die Inbetriebnahme des Auslaufbauwerkes im Geiseltalsee war nach Erreichen des Flutungsziels von +98,00 m NHN im Jahr 2011 erfolgt. Bereits nach dem ersten Jahr der Inbetriebnahme hatten sich vor dem Auslaufbauwerk Anlandungen von Feinsedimenten eingestellt. Um die Ableitung der planfestgestellten Wassermengen in die untere Geisel sicher zu stellen, wurden die Anlandungen seit 2012 jährlich in einer Größenordnung von ca. 330 Kubikmeter entnommen.

Zur Gewährleistung eines weitestgehend nachsorgefreien Betriebes des Auslaufes und zur sicheren Bewirtschaftung des Geiseltalsee beauftragte die LMBV die Firma Fluss- und Seebauconsult Potsdam im Jahr 2013 mit Untersuchungen zu den Ursachen der Anlandungen. Im Gutachten zur „Beurteilung der Uferstabilität und Empfehlung von Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Auslaufes der Geisel“ erfolgte die Betrachtung der Sedimentbilanz für den uferparallelen Sedimenttransport über die gesamte Nordostböschung mit einer Länge von ca. 3 Kilometern. Gemäß den Ergebnissen des Gutachtens liegt der Auslauf der Geisel im Übergangsbereich zwischen Anlandung und Erosion.

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