LMBV: Ersatzneubau der Pleißebrücke Gaschwitz ist fertiggestellt

Seit 28. Mai 2014 haben Radfahrer und Fußgänger „freie Fahrt“ über der Pleiße

Leipzig. Die gut ein Jahr dauernden Arbeiten zur Erneuerung der Pleißebrücke wurden kürzlich mit der Asphaltierung abgeschlossen. Damit ist nun ein Teil des künftigen Wegenetzes für Radfahrer und Fußgänger nutzbar. Der lange Winter und das Hochwasserereignis im letzten Jahr sowie Vandalismus auf der Baustelle haben leider zu einem Zeitverzug von mehreren Monaten bei der Fertigstellung geführt.

Die 1958 errichtete Brücke erhielt einen komplett neuen Überbau. Die Dreifeldbrücke hat eine Gesamtlänge von 51,5 Metern. Das 20 Meter lange Mittelfeld überspannt die Pleiße. Die Randfelder sind 15,5 bzw. 16 Meter lang. Außerdem wurden 140 Meter Geländer montiert. Die Gesamtbreite der Brücke beträgt 10,5 Meter. Neben der 5 Meter breiten Fahrbahn (in Anlehnung auf die daran anschließenden Wirtschaftswege mit einer Breite 4,75 Meter) wurde beidseitig ein 2,75 Meter breiter Fußweg angelegt.

Auch Teile des Unterbaus sind abgebrochen und saniert worden: an den Pfeilern und Widerlagern wurden von oben 0,80 bis 1,50 m abgebrochen und neu auf betoniert; an den verbliebenen Bauteilen der Unterbauten des Bauwerkes wurde eine Betonsanierung durchgeführt; über die Brücke wurden Kabel der Stadtbeleuchtung und der Telekom geführt.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1 Million Euro (brutto), die über das Verwaltungsabkommen zur Braunkohlesanierung finanziert worden. Bei der ersten Brückenhauptprüfung erhielt das Bauwerk eine hervorragende Benotung.

Das Brückenbauwerk über die Pleiße war im Zuge der Pleißeverlegung im Jahr 1958 errichtet worden. Künftig wird es in Verbindung mit dem geplanten Neubau von weiteren Wirtschaftswegen sowie der noch zu errichtenden Brücke über die Bundesstraße 2 (Baubeginn voraussichtlich IV. Quartal 2014) die Anbindung des Ortsteiles Gaschwitz an den Markkleeberger See bzw. an die Bergbaufolgelandschaft östlich der Pleiße gewährleisten.

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