Geiseltalsee: Teilnutzung für den größten LMBV-Bergbaufolgesee mit vielen Interessierten gestartet

Halle/Mücheln. Im LMBV-Gewässer des Geiseltalsees darf im südweslichen Bereich seit dem 10.08.2012 gebadet werden. Das Landesamt für Geologie und Bergwesen in Halle (LAGB) hatte am selben Tage die dafür notwendige Teil-Zulassung erteilt. Eine darauf aufbauende Allgemeinverfügung  des Saalelandkreises wurde noch am Nachmittag im kreislichen Amtsblatt veröffentlicht und somit gültig. Das Land Sachsen-Anhalt hatte nach der Böschungsbewegung am Concordiasee 2009 für Bergbaufolgeseen im Land vorsorglich ein Nutzungsverbot erlassen. Der Geiseltalsee ist mit 1.840 Hektar und einer Wassertiefe von bis zu 78 Metern Deutschlands größter künstlicher See. Die Freigabe des Geiseltalsees sei nun ein bedeutender Baustein in der touristischen Infrastruktur, sagte der Landrat des Saalekreises, Frank Bannert, gegenüber Medien. Die Zulassung durch die Bergbehörde war in der Region immer wieder angemahnt worden. LAGB-Gutachter stuften nach intensiven Untersuchungen bisher nur ein rund fünf Quadratkilometer großes Gebiet im südwestlichen Teil des Gewässers als sicher ein. Das ist etwa ein Viertel der Gesamtfläche. Dieses Areal bleibt weiter unter Aufsicht des Bergamtes. Außerdem gehören monatliche Kontrollen der Böschung und vierteljährliche Messungen zum Überwachungsprogramm der LMBV. Wer im See Baden möchte, sollte den ausgeschilderten Strand im Müchelner Ortsteil Stöbnitz besuchen. Hunderte Interessierte nutzten am 11. August an der Marina in Mücheln die Chance, bei dem Start für die erste Teilnutzung für den Wassersport dabei zu sein.

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