Gemeinsam für das mitteldeutsche Revier - Bergleute und Bergbausanierer ziehen positive Bilanz für 2013

Bergleute und Bergbausanierer ziehen positive Bilanz für 2013

Leipzig / Senftenberg / Zeitz / Amsdorf. Am 6. Dezember 2013 kommen in Leipzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des mitteldeutschen Braunkohlen- und Sanierungsbergbaus zusammen. Die Bergleute des mitteldeutschen Reviers aus den Unternehmen LMBV, MIBRAG und ROMONTA haben dazu zahlreiche Gäste aus dem Kreis ihrer Vertragspartner, aus dem kommunalen Umfeld, aus Politik und Wissenschaft geladen. Bereits zum 24. Mal werden sie in diesem Rahmen Bilanz ziehen, die geleistete Arbeit der Bergleute im ablaufenden Jahr würdigen und ihre Schutzpatronin, die Heilige Barbara, ehren. Sie danken ihr und erbitten zugleich den Segen für das kommende Jahr.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht traditionsgemäß der gemeinsame Revierbericht der Unternehmen. Dazu gibt es die Retrospektive aus Sicht der Arbeitnehmer. Ein zünftiger Brauch und Höhepunkt wird auch in diesem Jahr das »Schlagen der Ehrenbergleute 2013« mit dem Sprung über das »Arschleder« sein. Die drei Unternehmen LMBV, MIBRAG und ROMONTA beschäftigen zusammen mehr als 3.500 Mitarbeiter im mitteldeutschen Revier.

LMBV: Planmäßige Umsetzung der anspruchsvollen Sanierungsvorhaben

Die LMBV konnte 2013 ihre Sanierungsvorhaben zur Gestaltung neuer Bergbaufolge-Landschaften weitestgehend planmäßig umsetzen. Sie hat dabei insgesamt 264 Millionen Euro investiert, davon etwa 89 Millionen Euro im mitteldeutschen Revier.

Beim Junihochwasser musste sich das kurz zuvor eingeweihte Hochwasserentlastungsbauwerk am Zwenkauer See bewähren und tat dies bravourös. Innerhalb von zwei Tagen konnte der Zwenkauer See etwa 21 Millionen Kubikmeter der Hochwasserfluten aus der Weißen Elster aufnehmen und so die Stadt Leipzig vor schweren Schäden bewahren.

In anderen Projekten hatte die LMBV dagegen selbst Hochwasserschäden zu verzeichnen, insbesondere in der Goitzsche. Deichdurchbrüche der Mulde und des Lober-Leine-Kanals gefährdeten massiv die Stadt Bitterfeld. Die LMBV wirkte daher in Bitterfeld mit hohem Engagement in den Katastrophenstäben mit, stand den Verantwortlichen und Einsatzkräften mit geotechnischen und hydrologischen Spezialkenntnissen mit Rat und Tat zur Seite. Inzwischen werden die Schäden schrittweise beseitigt.

Im ehemaligen Tagebau Wulfersdorf bei Harbke kann die LMBV beim wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren zum künftigen Lappwaldsee künftig mit MIBRAG als neuen Eigentümer an die sehr gute Zusammenarbeit bei anderen Projekten anknüpfen.

Am Geiseltalsee wurden die Voraussetzungen für die Freigabe zusätzlicher Abschnitte und die weitere Erschließung des Standortes geschaffen. Zur besseren touristischen Erschließung der Bergbaufolgeseen baute die LMBV Zufahrtsstraßen und Wege.

In Nachterstedt wurden die Untersuchungen zu den Ursachen des Böschungsunglücks vom 18. Juli 2009 abgeschlossen. Im Juni haben die Gutachter der Bergbehörde des Landes Sachsen-Anhalt und der LMBV ihre detaillierten Abschlussberichte übergeben und öffentlich zugänglich gemacht. Inzwischen hat die LMBV mit dem Abbruch der betroffenen Siedlung den ersten Schritt zur Sanierung des Rutschungsbereiches abgeschlossen. Die anschließend geplanten Maßnahmen sind zur Genehmigung eingereicht. In der Region setzen die Menschen große Hoffnungen auf eine baldige sichere Zwischennutzung des Concordiasees.

MIBRAG leistet zuverlässigen Beitrag zur Versorgungssicherheit

MIBRAG wird das Geschäftsjahr 2013 erfolgreich abschließen. Das Bergbauunternehmen mit den Tagebauen Vereinigtes Schleenhain in Sachsen sowie Profen in Sachsen-Anhalt versorgte sicher und zuverlässig die Kraftwerke Lippendorf (Sachsen) und Schkopau (Sachsen-Anhalt) sowie die anderen Kunden mit Braunkohle. Das Fördervolumen erreicht bis zum Jahresende voraussichtlich 18,0 Millionen Tonnen.

Für Investitionen in modernste Bergbautechnik und die Entwicklung der Tagebaue wurden 2013 mehr als 41 Millionen Euro aufgewendet.

Nach dem Junihochwasser hat MIBRAG kommunale, soziale Einrichtungen und Vereine im Umfeld unterstützt. Hilfe erfuhren unter anderem das Sozial- und Heilpädagogische Hilfswerk Zeitz, die Berufsschule in Zeitz, zahlreiche Kindertagesstätten und im Landkreis Leipzig vor allem die Stadt Pegau sowie die Gemeinde Elstertrebnitz.

MIBRAG hat im September einen Vertrag zum Kauf des Helmstedter Reviers von der E.ON Kraftwerke GmbH unterzeichnet. Das Bergbauunternehmen übernimmt dabei im Wesentlichen das Kraftwerk Buschhaus sowie den Tagebau bei Schöningen. Im Zuge der Transaktion  übernimmt MIBRAG die bestehenden Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen für das Helmstedter Revier. MIBRAG wird das Kraftwerk mit einer Brutto-Leistung von rund 390 MW weiterbetreiben und mit Braunkohle aus dem mitteldeutschen Revier versorgen, da die Kohlevorräte im Helmstedter Revier voraussichtlich 2017 erschöpft sind.

Gemeinsam mit ihrem Gesellschafter führt MIBRAG den Genehmigungsprozess zum Kraftwerksprojekt Profen weiter, auch wenn nach wie vor die energiepolitischen Rahmenbedingungen für Investoren ungeklärt sind. Ende Juni nahm MIBRAG das Kraftwerk Mumsdorf außer Betrieb. Im kommenden Jahr beginnt der Rückbau und Abbruch der Anlagen.

Im Frühjahr weihte MIBRAG das neue Ausbildungszentrum in Profen ein, wofür ca. 3 Millionen Euro investiert wurden. Bisher absolvierten über 700 junge Leute eine Ausbildung im Unternehmen und seit 2002 übernahm MIBRAG 350 Jungfacharbeiter mit unbefristetem Arbeitsvertrag. Mehr als 80 Absolventen von Hoch- und Fachschulen durchliefen bisher ein zweijähriges Junior-Management-Programm.

MIBRAG steht auch für familienfreundliche Arbeitsbedingungen. Die familienbewusste Personalpolitik wurde mit dem Erhalt des Zertifikates zum Audit »berufundfamilie« öffentlich gewürdigt.

ROMONTA mit dem Blick auf 2030

Montanwachsprodukte aus Amsdorf werden weltweit an Kunden in über 60 Ländern geliefert und sichern damit über 400 Arbeitsplätze am Standort Amsdorf. Der Rohstoff für die Montanwachsgewinnung stammt aus dem unternehmenseigenen Tagebau. Mit dem »Neuaufschluss des Baufeldes Kupferhammer« kann die Kohlegewinnung bis ins Jahr 2030 fortgeführt werden. Das Projekt ist das wichtigste Investitionsvorhaben für die nächsten 3 Jahre. 2013 wurden in diesem Abschnitt wesentliche Voraussetzungen für die Kohlefreilage und deren Gewinnung ab 2015 geschaffen. Parallel zu den geschilderten Maßnahmen erfolgte die Kohleversorgung der Veredlungsanlagen in enger Teamarbeit mit der GALA-MIBRAG-Service GmbH.

Seit Februar 2013 wird in Amsdorf erstmals kontinuierlich entharztes Wachs produziert. Diese Höherveredlung des Rohstoffes Rohmontanwachs wird dauerhaft am Standort etabliert und gibt der Wachsproduktion am Standort über das Jahr 2030 hinaus eine Erfolg versprechende Perspektive.

Im Verbundprojekt ibi – integrative Braunkohleninnovation Mitteldeutschland – geht es um eine stoffliche Nutzung einheimischer Braunkohlen. 2013 wurden die interdisziplinären Forschungsprojekte für die Extraktionstechnologie der 4. Generation durch die Inbetriebnahme von 2 Technikums-Anlagen auf dem Gelände des ROMONTA-Industriestandortes Amsdorf fortgeführt. Die Anlagen dienen dazu, Laborergebnisse zu technischer Umsetzung zu führen und sichern durch die Technologieentwicklung die Zukunft der Braunkohlenveredlung am Standort. Im März des kommenden Jahres sollen erste verwertbare Ergebnisse vorgestellt werden. »Glückauf!«

 

Sperrvermerk/Sperrfrist: Freitag, 06.12.2013, 18:00 Uhr

 

Veranstaltungsort/-zeit: RAMADA Hotel Leipzig Schongauer Straße 39 04329 Leipzig Freitag, 6.12.2013, 18:00 Uhr

 

Ansprechpartner:

 

MIBRAG mbH

Sylvia Werner/Pressesprecherin

Glück-Auf-Straße 1

06711 Zeitz

Tel.: 03441 684-612

E-Mail: presse@mibrag.de

www.mibrag.de

 

Lausitzer und Mitteldeutsche

Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV)

Dr. Uwe Steinhuber (LMBV-Pressesprecher)

Knappenstr. 1

01968 Senftenberg

Telefon: +49-3573-84-4302

Telefax: +49-3573-84-4610

Mobil: +49 171 - 698 68 59

E-Mail: pressesprecher@lmbv.de

 

ROMONTA GmbH

Detlef Berger (Assistent der Geschäftsführung)

OT Amsdorf · Chausseestraße 1

03617 Seegebiet Mansfelder Land

Tel.: +49 34601 40 158

Fax.:+49 34601 222 15

detlef.berger@romonta.de

www.romonta.de

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