LMBV: Folgeworkshop zum Thema Eisenbelastung der Pleiße

Flusslauf der Pleiße am Stausee Rötha

LMBV informiert über Sachstand im Gesamtprojekt

Neukieritzsch/Leipzig. Am 28. November 2018 informierte die LMBV in einer gemeinsamen Folgeveranstaltung die geladenen Workshop-Teilnehmer über den aktuellen Untersuchungsstand und die neuen Erkenntnisse zur Gewässergüteverbesserung der Pleiße. Vorausgegangen waren bereits 2 Workshops im September 2017 sowie April 2018.

Zunächst gab Prof. Dr. Andreas Berkner vom Regionalen Planungsverband als Einladender und Moderator eine kurze Einführung mit Standortbestimmung zum erreichten Sachstand. Im Anschluss informierten die LMBV-Mitarbeiter Rolf Schlottmann und Benno Janisch sowie Utz Blasczyk vom Ingenieurdienstleistungsunternehmen eta AG engineering über den aktuellen Untersuchungs- und Bearbeitungsstand der derzeit laufenden bzw. seit dem letzten Workshop abgeschlossenen Untersuchungen. 

Um die Vielzahl der zu überprüfenden Maßnahmen auf Basis belastbarer Daten zu bewerten, wurden durch die LMBV seit dem letzten Workshop die Bewertungsmatrix sowie die Maßnahmenblätter fortgeschrieben und die Lösungsansätze herausgestellt, welche objektiv aufgrund bestehender Raumwiderstände, fehlender Wirksamkeit oder Genehmigungsfähigkeit nicht umsetzbar sind. Diese Fortschreibung nach dem Ausschlussprinzip wurde den Teilnehmern vorgestellt und erörtert. 

Des Weiteren informierte die LMBV über den Arbeitsstand der Vorplanung zur Einbindung der Wyhra in den Hainer See. Diese Einleitung hätte positive Auswirkungen auf die Pleiße und würde die Machbarkeit und Wirksamkeit weiterer verschiedener Lösungsansätze unterstützen. Der Lösungsansatz der Einleitung der Wyhra in den Hainer See wird durch die Vertreter der Bürgerinitiative Kahnsdorfer See sowie die Eigentümervertreter des Hainer Sees grundsätzlich begrüßt, da als Nebeneffekt die wasserwirtschaftliche Nachsorge des Hainer Sees in Menge und Güte realisiert werden könnte.

Ebenfalls vorgestellt wurden Betrachtungen der LMBV zur Verlegung der Pleiße außerhalb des Kippenbereichs als Ort des Haupteiseneintrages und die Durchleitung der Pleiße durch die Witznitzer Seen. Dabei wurden verschiedene Varianten für eine Durchleitung hinsichtlich ihrer Verhältnismäßigkeit, technischen Umsetzbarkeit und Wirksamkeit analysiert und bewertet.

Die Teilnehmer des Workshops verständigten sich darauf, das nächste Treffen voraussichtlich Mitte 2019 durchzuführen.

Seitens der LMBV ist vorgesehen, bis dahin die herausgearbeiteten Lösungsmöglichkeiten zu vertiefen, wobei am Ende die Identifizierung einer ganzheitlichen Vorzugslösung stehen soll.

In Fortführung dieser transparenten Informationspolitik seitens der LMBV werden die neuen Erkenntnisse im Gesamtprojekt, d. h. abgeschlossene Untersuchungen bzw. Berichte, wie gewohnt auf folgender Internetseite dargestellt:

 https://www.lmbv.de/index.php/loesungen-fuer-die-pleisse.html 

Anwesend waren die Bürgermeister der Gemeinde Neukieritzsch und der Stadt Böhlen sowie Vertreter der Städte Borna und Rötha. Des Weiteren gehörten zum Teilnehmerkreis Vertreter der zuständigen Behörden Sächsisches Oberbergamt, Landesdirektion Sachsen und Landratsamt Landkreis Leipzig, die Bürgerinitiative Kahnsdorfer See, die Landestalsperrenverwaltung, der Zweckverband Planung und Erschließung Witznitzer Seen, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen sowie die Blauwasser GmbH und Blauland GmbH und der Sanierungsträger LMBV.

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