III. Polnisch-Deutsches Forum in Zentralpolen mit Vertretern der LMBV

Erneuter Erfahrungsaustausch über die gezielte Nachnutzung von Bergbaufolgelandschaften in Europa

Kleszczów/Bełchatów/Kleczew. Unter der Schirmherrschaft der Bergbauakademie Krakau (AGH Kraków), der LMBV sowie der beiden Verwaltungsbezirke Łódź und Großpolen trafen sich im zentralpolnischen Kleszczów polnische und deutsche Vertreter der Bergbauregionen vom 3. bis 5. September 2014 zum bereits dritten Polnisch-Deutschen Forum. Veranstaltet wurde das Forum von der Polnischen Energiegruppe (PGE), dem Betreiber der Braunkohletagebaue Konin und Belchatów sowie der Gemeinden Kleczew und Kleszczów. Unter den Teilnehmern waren auch sechs Vertreter der LMBV, darunter der Vorsitzende der Geschäftsführung der LMBV, Dipl. Ing. Klaus Zschiedrich sowie Dipl. Ing. Michael Illing, LMBV-Bereichsleiter Flächenmanagement.

Kleszczóws Bürgermeister Sławomir Chojnowski eröffnete das Forum mit einer Präsentation der Region, die als „bestsanierteste Polens gilt“. Danach sprach Professor Marek Cała, Dekan der AGH Kraków und Mitinitiator des Forums, über die wichtigsten Themen des dritten Polnisch – Deutschen Forums. Er übergab das Wort an LMBV-Geschäftsführer Dipl. Ing. Klaus Zschiedrich, der über die aktuellen Schwerpunkte der LMBV bei der Sanierung der ostdeutschen Braunkohletagebaue referierte. Die Fachtagung bestand aus insgesamt 17 polnischen und deutschen Fachvorträgen aus den Bereichen Geotechnik, Rekultivierung und Umwelt sowie Revitalisierung, wobei auch die LMBV-Experten Kathy Sommer, Rolf Schlottmann, Jörg Schlenstedt, Dr. Friedrich-Carl Benthaus sowie Michael Illing zur Thematik der Sanierung und Revitalisierung von Bergbaufolgelandschaften sprachen. Seitens der mitgereisten Kommunalvertreter referierte Thomas Zenker, Bürgermeister der Lausitzer Kleinstadt Großräschen, über die Nachnutzung von Bergbaufolgelandschaften am Beispiel des vor den Toren der Gemeinde gelegenen Großräschener Sees. Professor Marek Cała stellte eindrucksvoll die polnischen Erfahrungen mit einer Mikrosprengtechnologie vor. Am Ende der Beratungen fasste Dr. Friedrich von Bismarck, Leiter der Geschäftsstelle des StuBA aus Berlin das Forum kurz zusammen und hob dabei besonders den intensiven polnisch-deutschen Dialog sowie die wachsende Anteilnahme der betroffenen Kommunen hervor.

Ziel der Polnisch-Deutschen Foren ist ein regelmäßiger Wissensaustausch zwischen der LMBV und der Bergakademie Krakau über Erfolge und Herausforderungen in der Nachnutzung von Tagebaurestlöchern. Daneben nahmen auch weitere polnische Unternehmen und Institutionen an dem diesjährigen Erfahrungsaustausch teil, darunter Vertreter der PGE, der Landwirtschaftlichen Universität Krakau sowie der weltweit agierenden Zementfirma CEMEX Polska.

Um zukünftig weiter von dem gegenseitigen Wissen profitieren zu können, unterzeichneten LMBV-Geschäftsführer Dipl. Ing. Klaus Zschiedrich, Dipl. Ing. Michael Illing sowie Professor Marek Cała eine Vereinbarung über die Fortführung der Foren.

Im Anschluß besichtigten die Teilnehmer des Forums die Regionen um die Tagebaue Jóźwin sowie Bełchatow in den Anrainergemeinden Kleczew sowie Kleszczów. Dabei erfuhren sie viel über die einzelnen Projekte der Gemeinden, die in enger Zusammenarbeit mit der PGE realisiert werden. So entstanden unterschiedliche Naherholungsgebiete, wie der Erholungs- und Sportpark (siehe nebenstehende Fotos) im ehemaligen Tagebau Jóźwin 2A. Das Forum endete mit einem gemeinsamen Mittagessen mit den Bürgermeistern und Gemeindevorstehern der einzelnen Gemeinden im geplanten Skigebiet der Gemeinde Kleszczów.

Fotos: Saskia Schlenstedt

First picture: Sławomir Chojnowski, the current major of Kleszczów

Last picture: coat of arms of Kleszczów

Stand: 22. September 2014

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