Lausitzer Seenland verändert täglich seine Konturen – Viele Bergbaufolgeseen sind noch im Wachsen

Senftenberg. Vor mehr als 20 Jahren hatte es im Bundesumweltministerium erste Überlegungen zur Sanierung der Bergbaufolgelandschaften im Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohlerevier gegeben. Seitdem ist eine Menge passiert. Allein in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz sind 23 Seen entweder neu entstanden oder aus früheren Wiedernutzbarmachungs-Vorhaben weiter entwickelt worden. Zum Aufbau der touristischen Infrastruktur haben die Städte und Gemeinden im Lausitzer Seenland Zweckverbände auf sächsischer und brandenburgischer Seite gebildet. Sie übernehmen zum Beispiel Flächen, die durch den Sanierungsträgerin LMBV wieder nutzbar gemacht wurden. Die Bergbausanierer stehen weiterhin vor großen Aufgaben. Geregelter Grundwasserwiederanstieg, die Regulierung der Wasserqualität und Maßnahmen gegen das sogenannte Setzungsfließen auf Kippengeländen sind ingenieurtechnische Herausforderungen, die europaweit einmalig sind und die noch Schritt für Schritt gemeistert werden müssen. Das erste schwimmende Haus im Lausitzer Seenland ist nach wie vor ein "Hingucker". Der noch hohe Eisensulftitanteil im Seewasser hat die Betonteile der Steganalage jedoch nachhaltig eingefärbt. Auch die Gabionen des angrenzenden Hafens müssen noch einmal mit Wasserbausteinen von der LMBV gesichert und ergänzt werden. Die Kontraste von Sanierungsbergbau und den touristischen Angeboten bilden im Zusammenspiel noch den eigentlichen Reiz für Besucher.

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