LEAG: Fichte als Baum des Jahres 2017 im Tagebau Nochten gepflanzt

Fichte ist für die Rekultivierung keine typische Baumart, kommt nur vereinzelt in der Lausitz vor

Cottbus/Weißwasser. Traditionell im Frühjahr pflanzen Unternehmen den „Baum des Jahres“ - auch die LEAG auf rekultivierten Flächen ihrer Tagebaue. In diesem Jahr wurde die Fichte - Picea abies - zum „Baum des Jahres 2017“ gekürt. Zwar ist sie für die Rekultivierung keine typische Baumart, doch kommt sie als „Lausitzer Tieflandsfichte“ vereinzelt in der Muskauer Heide- und Waldlandschaft vor.

So fiel die Wahl des Pflanzortes diesmal auf die Rekultivierung des Tagebaus Nochten. Die Pflanzung im sächsischen Revier steht unter der Schirmherrschaft des sächsischen Staatsministers für Umwelt und Landwirtschaft, Thomas Schmidt. Bevor die Bäume in die Pflanzlöcher gesetzt wurden, hielten der Bergbauvorstand der LEAG, Uwe Grosser, sowie der Sächsische Staatssekretär für Umwelt und Landwirtschaft, Herbert Wolff, kurze Grußworte. Die Bundeswehr als Nutzer der Bergbaufolgelandschaft war ebenfalls mit ihrem Kommandanten René Pierschel vertreten, der den Oberlausitzer Truppenübungsplatz in der Bergbaufolgelandschaft vorstellte.

Im sächsischen Tagebau Nochten wurden seit 1994 gut 13 Millionen Bäume gepflanzt. Zu den Folge-Nutzern gehört in diesem Tagebau die Bundeswehr. Seit dem Jahr 2012 stehen der Bundeswehr 1.300 Hektar rekultivierte Fläche für ihren Truppenübungsplatz zur Verfügung, welche die LEAG im Austausch mit Flächen im Vorfeld des Tagebaus Reichwalde übergeben hat. Weitere 1.700 Hektar rekultivierte Flächen werden noch übergeben. Die nächste Übergabe erfolgt zum Jahreswechsel 2018/19. Neben dem Wald bildet der Naturschutz einen Schwerpunkt im Bergbaufolgeland des Tagebaus Nochten. So soll der bereits bergmännisch hergestellte Hermannsdorfer See mit einer Größe von 250 Hektar und bis zu 25 Meter Tiefe noch in diesem Jahr geflutet werden und inmitten einer 1000 Hektar großen Offenlandfläche zum Rückzugsort für geschützte Tier- und Pflanzenarten werden.

Laut LEAG wurden seit 1994 im Zuge der bergbaulichen Rekultivierung des Lausitzer Braunkohlenreviers schon rund 30 Millionen Bäume und Sträucher im Bergbaufolgeland der aktiven Tagebaue - ohne LMBV-Flächen - gepflanzt. Zudem seien auf über 3.000 Hektar zukünftige Wälder wieder aufgeforstet worden, wie die Lausitz Energie Bergbau AG am Montag bei der Pflanzung von Lausitzer Tieflandfichten im ehemaligen Tagebau Nochten bei Weißwasser vor Medienvertretern informierte. Der Baum des Jahres 2017 jedoch sei derzeit noch ein Exot auf einstigen Tagebauflächen. Die drei Fichten stehen daher nun auf den Terrassen nahe dem Aussichtsturm „Am Schweren Berg“. Mit der Pflanzung von drei Lausitzer Tieflandsfichten wurden die neu angelegten Terrassen in der Bergbaufolgelandschaft vor den Toren der Stadt Weißwasser um ein weiteres Element bereichert.

Quelle: LEAG-Einladung v. 09.05.2017/ LEAG Presseinformation v. 15.05.2017 / Alle Fotos: www.LEAG.de

 

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