LMBV: RDV-Arbeit an der Nord-Westböschung am Restloch Greifenhain läuft im Dreischichtbetrieb

Verdichtungen der Bergbausanierer am Altdöberner See laufen auch im Jahr 2017 weiter

Senftenberg/Altdöbern. „Bis an die Weihnachtsfeiertage ran wird weiter intensiv bei Altdöbern gearbeitet und weiter Kippenboden verdichtet: Seit dem 1. Juni 2016 läuft - bei Wind und Wetter - an der Nord-Westböschung am Restloch Greifenhain ein Projekt der Rütteldruckverdichtung im Auftrag der LMBV“, informiert der Sanierungs-Abteilungsleiter Reiner Kula.

Hier wird auf mehreren hundert Metern ein versteckter Dammes in der Böschung von der Firma ECOSOIL Ost aus der Lausitz hergestellt. Das Verdichten erfolgt in zwei Fahrspuren mit einer Breite der Verdichtungstrasse zwischen 126 und 150 Metern, ergänzt der zuständige Projektmanager Steffen Petrich. „Die Arbeiten mit einem speziell ausgerüsteten Seilbagger mit einer Lanzenläge von 58 Metern laufen durchgehend dreischichtig. Sie werden bis zum 23. Dezember 2016 fortgeführt und am 2. Januar 2017 wieder aufgenommen. Insgesamt müssen die Sanierer dort fast 24.000 Rüttelpunkte bearbeiten.“

Derzeit wird in einem Raster von 4 mal 4 bzw. 3 mal 3 Metern gearbeitet. Die Teufen variieren zwischen 57 und 20 Metern. In diesen Tagen musste die Lanze bis zu 52 Meter in schwierigem Kippenmaterial bis zum bereits hergestellten Sprengdamm eingefahren werden, so der Baustellen-Verantwortliche Jens Pissang von der Fa. ECOSOIL OST. „Rund eine Stunde dauert zurzeit ein solcher Verdichtungsvorgang, bei dem die Lanze alle 30 Sekunden bis nächsten Vibration schrittweise hochgezogen wird.“ 900 laufende Meter werden so täglich durchschnittlich verdichtet, ergänzt LMBV-Abteilungsleiter Reiner Kula. Die durch die Kompaktion des Kippenbodens erreichten Absenkbeträge der Oberfläche betragen dabei bis zu vier Meter. „Ziel der Arbeiten sind das Herstellen der geotechnischen Sicherheit und das Anbinden der Trasse an einen anderen Verdichtungsabschnitt im Norden des Restloches, wo eine weitere RDV-Einheit tätig ist“, so R. Kula.

Die Böschungssicherung am Restloch Greifenhain erfolgt insgesamt in vier Etappen. Zunächst fanden seit 1999 in einer ersten Etappe Sprengverdichtungen bei einem Wasserstand von + 50 m NHN im Restloch statt. Später wurden bis 2008 diese bei einem Wasserstand + 65 m NHN in einer 2. Etappe fortgesetzt. Daran schließt sich derzeit das Rütteldruckverdichten als 3. Etappe von 2009 bis 2018 an. Momentan liegt der Wasserspiegel im See bei rund + 73,4 m NHN. In einer nächsten Etappe erfolgt dann noch eine oberflächennahe Fallgewichtsverdichtung. Daran schließt eine abschnittsweise Böschungsprofilierung an, die nach der Fallgewichtsverdichtung bzw. dem Einsatz von Vibrationswalzen in den Jahren bis 2020 eingeplant ist. Dabei wird eine Uferneigung von 1:20 in der Wasserauflaufzone hergestellt. Der Wasserstand im künftigen Altdöberner See wird sich mittelfristig bei max. + 82,4 m NHN einstellen.

Rechtliche Grundlage für die Arbeiten ist die 18. Ergänzung „Rütteldruckverdichtung zur Sicherung der Kippenböschungen des Restloches Greifenhain, 3. Verdichtungsetappe, Teil 3.2, Nordwestböschung“ zum Sonderbetriebsplan Oberflächen- und Böschungsgestaltung Tagebau Greifenhain 1999 bis Ende Sanierung, zugehörig zum Abschlussbetriebsplan Tagebau Greifenhain.

Zurück